Emmanuel Macron (Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP | Julien Mattia / Le Pictorium)

Saarländische Politiker rufen zur Wahl Macrons auf

mit Informationen von Bettina Rau   22.04.2022 | 15:58 Uhr

Gegen Le Pen und für Macron: Zahlreiche ausländische Politiker haben die Franzosen für Sonntag direkt oder indirekt zur Wahl von Emmanuel Macron aufgerufen. Auch saarländische Politiker unterstützen den Amtsinhaber.

In einem Gastbeitrag in der französischen Tageszeitung "Le Monde" haben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Regierungschefs weiterer Länder dazu aufgerufen, den amtierenden Präsidenten wieder zu wählen: "Es ist die Wahl zwischen einem demokratischen Kandidaten, der weiß, dass Frankreichs Stärke in einer mächtigen und unabhängigen Europäischen Union zunimmt. Und einer Kandidatin der extremen Rechten, die sich offen mit denen solidarisiert, die unsere Freiheit und Demokratie angreifen", heißt es unter anderem in den Beitrag.

Auch in der Großregion haben viele Politiker dazu aufgerufen, gegen die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen zu stimmen. Die Wahl sei für Europa zu wichtig, als dass Bürger sich enthalten oder ungültig wählen könnten.

Commerçon: Nie wieder Grenzen zu lassen

Auch Politiker aus dem Saarland haben sich dem Aufruf angeschlossen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Ulrich Commerçon, betonte gerade mit Blick auf die Grenzregion, dass es nie wieder sein dürfe, dass Grenzen zugelassen werden. "Das ist für die Menschen in der gesamten Großregion von entscheidender Bedeutung, dass die französische Politik für offene Grenzen und ein fortschrittliches Europa steht."

Der scheidende Europa-Staatssekretär Roland Theis (CDU) sagte, dass es gerade jetzt Entscheider in Paris und Berlin brauche, die auf die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland setzten. Er selbst werde Macron wählen. Theis besitzt die französische Staatsbürgerschaft.

Der CDU-Politiker kritisierte aber auch, dass die Blockadehaltung des Bundes bei der Doppelbesteuerung für tausende Familien im Département Moselle ein existenzielles Problem darstelle. Das spiele den Extremisten in die Hände.

Derzeit deutlicher Vorsprung für Macron

Nach der TV-Debatte am Mittwochabend hat Macron gegenüber Le Pen in den Umfragen zugelegt. Laut Ipsos liegt Macron bei 57,5 und Le Pen bei 42,5 Prozent der Stimmen. 13 Prozent der Bürger sind allerdings bisher noch unentschieden.

Über dieses Thema berichtet der aktuelle bericht am 22.04.2022.

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