Aktenstapel (Foto: dpa/Johannes Eisele)

Polizist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Mit Informationen von Patrick Wiermer   01.10.2019 | 17:24 Uhr

Nach dem Tod einer jungen Polizeibeamtin bei einer Einsatzfahrt im Februar hat die Staatsanwaltschaft einen 34-jährigen Polizisten angeklagt. Dem Mann wird fahrlässige Tötung zur Last gelegt.

Vorwurf der fahrlässigen Tötung gegen Polizisten
Audio [SR 3, (c) SR, 01.10.2019, Länge: 00:39 Min.]
Vorwurf der fahrlässigen Tötung gegen Polizisten

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, bei einem Einsatz am 16. Februar in Saarbrücken-Güdingen mit einem Polizeiwagen zu schnell in einen Verkehrskreisel gefahren zu sein. Der 34-Jährige soll außerdem zu spät gebremst haben.

Das Fahrzeug stieß daraufhin mit einem Verkehrsschild und zwei Laternenmasten zusammen. Die 22-jährige Beamtin auf dem Beifahrersitz starb noch am Unfallort an ihren Verletzungen. Der Angeschuldigte hat nach Angaben der Behörde die Vorwürfe eingeräumt.

Verfolgung eines mutmaßlich Betrunkenen

Grund für den Einsatz war damals die Verfolgung eines mutmaßlich Betrunkenen, der mit seinem Auto in Richtung französische Grenze unterwegs war. Der Mann stellte sich wenig später selbst der Polizei. In der gerichtlichen Aufarbeitung geht es daher möglicherweise auch um die Frage, inwiefern die Verfolgungsfahrt angemessen war.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 01.10.2019 berichtet.

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