Das Atomkraftwerk in Cattenom (Foto: SR)

Französische AKWs nicht gegen Terrorangriff geschützt

Lisa Huth   05.07.2018 | 12:44 Uhr

Die französischen Atomkraftwerke sind nicht genügend vor einem terroristischen Angriff gesichert. Zu diesem Schluss kommt der Bericht einer parlamentarischen Untersuchungskommission, der am Donnerstag in Paris vorgestellt wurde. Als Gründe nennt der Bericht unter anderem das Alter der AKWs.

Zudem würden laut Bericht inzwischen 80 Prozent der Arbeiten an den Meilern von externen Firmen geleistet - auch das bedeutete ein Sicherheitsrisiko. Die Kommission schlägt 33 Maßnahmen vor, um den Nuklear-Bereich in Frankreich sicherer zu machen. Dazu gehören mehr Sicherheitspersonal auf den Anlagen, eine schärfere Kontrolle der externen Firmen und eine verstärkte Rolle der Atomaufsicht.

Um zu zeigen, wie wenig gesichert die AKWs sind, hatte Greenpeace am 3. Juli eine Drohne in Form eines Supermanns am Abklingbecken des AKW Bugey nahe Lyon zerschellen lassen. Zum Park der 19 AKWs in Frankreich gehören auch die Zentralen in Cattenom und in Fessenheim.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 05.07.2018 berichtet.

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