Warnschild (Foto: dpa/Martin Schutt)

Explosion in Luxemburger Armeelager

dpa   14.02.2019 | 20:33 Uhr

Zwei Menschen sind am Donnerstagmorgen bei einer Explosion bei Waldhof in Luxemburg in einem Munitionslager der Luxemburger Armee ums Leben gekommen. Nach Angaben der Luxemburger Staatsanwaltschaft sind dabei zwei weitere Personen verletzt worden.

Bei der Explosion einer 48 Kilo schweren Granate sind zwei Soldaten getötet und zwei weitere verletzt worden. Das Unglück ereignete sich in einer Halle des Minenräumdienstes der luxemburgischen Armee in Waldhof im Nordosten von Luxemburg-Stadt. Staatsanwalt Georges Oswald sagte, man müsse die genaue Unfallursache erst ermitteln. Die 20 Zentimeter lange Granate explodierte nach Angaben des Chefs des luxemburgischen Generalstabs, Alain Duschène, als sie zur Verladung vorbereitet werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt habe sich in dem Sprengkörper, der in Luxemburg gefunden worden war, kein Zünder mehr befunden. Die Granate habe auf einer Palette gesichert zur Entsorgung nach Belgien gebracht werden sollen. Es handele sich dabei um ein seit Jahrzehnten praktiziertes Vorgehen, sagte der General.

Staatsanwalt Oswald sagte, die Granate sei in der Nähe eines Gabelstaplers explodiert. "Ob der Gabelstapler mit dem Grund der Explosion zu tun hat, muss noch geklärt werden." Bei den Toten handelt es sich um zwei Experten für Entschärfungen im Alter von 40 und 48 Jahren. Die beiden Verletzten sind laut General Duschène Unteroffiziere im Alter von 41 und 44 Jahren. Einer von ihnen sei "sehr schwer verletzt", ein anderer nur leicht. Die beiden Verletzten hätten mit dem Verladen von Munition nichts zu tun gehabt. "Wir müssen auch noch klären, warum sie überhaupt in der Halle waren", sagte Oswald.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.02.2019 berichtet.

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