Fonderie Lorraine, Logos Voit und ZF (Foto: Karin Mayer/SR)

Aluwerk weist Vorwürfe zurück

Simin Sadeghi   21.11.2018 | 18:40 Uhr

Der Betreiber des Aluminiumwerks in Großblittersdorf weist Vorwürfe zurück, nach denen das Werk zu viele Schadstoffe ausstoße. Nach Angaben der Geschäftsführung werden alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten. Bewohner des Nachbarortes Kleinblittersdorf befürchten durch das Aluwerk gesundheitliche Schäden.

Der Betreiber Fonderie Lorraine sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Die Anwohner würden jedes Geräusch, jede Rauchwolke und jeden Geruch, der in der Gemeinde Kleinblittersdorf wahrgenommen werde, auf das Aluminiumwerk zurückführen. Es gebe aber eine Vielzahl anderer industrieller Betriebe in der Nähe, die ebenfalls verantwortlich sein könnten.

Bürger zeigten sich besorgt

Bestätigt sieht sich die Geschäftsführung der Fonderie Lorraine von den Messergebnissen des Umweltministeriums. Die haben ergeben, dass keine gesundheitsgefährdenden Stoffe aus dem Werk hinter der französischen Grenze emittieren. Eine Interessensgemeinschaft der Bürger in Kleinblittersdorf hatte sich immer wieder besorgt über Rauch, Lärm und Gestank aus dem Aluwerk geäußert.

Video [aktueller bericht, 21.11.2018, Länge: 3:33 Min.]
Aluminiumverarbeiter in Kleinblittersdorf weist Vorwürfe zurück

Um die Arbeitsabläufe zu verdeutlichen und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, wurden die Bürger zu einer Infoveranstaltung ins Werk eingeladen. Nach der Werksbesichtigung zeigte sich die Interessensgemeinschaft dankbar für den transparenten Umgang. Dennoch wolle man die Auswertungen von eigenen Messungen abwarten und danach konstruktiv mit der Fonderie weiter diskutieren.

Über dieses Thema wurde auch im "aktuellen bericht" vom 21.11.2018 berichtet.

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