Nach dem Anschlag in Paris: Gedenken an die Opfer des Anschlages mit Kerzen und Blumen (Foto: dpa)

30 Jahre Haft für Hauptbeschuldigten im "Charlie-Hebdo"-Prozess

  16.12.2020 | 17:35 Uhr

Im Prozess um den Anschlag auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" ist einer der Hauptbeschuldigten zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der Verurteilte gilt als rechte Hand des Attentäters.

Ali Riza Polat wurde der Beihilfe zu Verbrechen mit Terrorhintergrund für schuldig befunden. Polat gilt als rechte Hand des Attentäters Amédy Coulibaly, der nach dem Überfall auf das Magazin eine Polizistin erschoss und vier Geiseln in einem Supermarkt tötete.

14 Angeklagte

Das Gericht habe festgestellt, dass Polat dem Attentäter Coulibaly in konkreter und detaillierter Weise entscheidend geholfen habe, seine kriminellen Handlungen auszuführen, begründete der Vorsitzende Richter Régis de Jorna dem Sender France Inter zufolge seine Entscheidung. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert.

Polat hatte immer geleugnet, von den Anschlagsplänen gewusst zu haben. Im Prozess um die Terrorserie vom Januar 2015 sind 14 Menschen angeklagt - drei von ihnen sind aber flüchtig.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.12.2020.

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