Ostermarsch in Saarbrücken (Foto: Marc Hoffmann/SR)

Rund 40 Teilnehmer bei virtuellem Ostermarsch

  11.04.2020 | 14:56 Uhr

Am erstmals virtuell durchgeführtem Ostermarsch Saar haben nach Veranstalterangaben rund 40 Personen teilgenommen. Geplante Reden und Musikbeiträge wurden online übertragen.

Wie das FriedensNetz Saar dem SR mitteilte, tauschten die Aktivistinnen und Aktivisten ihre Meinungen bei einer zweistündigen Videokonferenz aus. Außerdem wurden zahlreiche Fotos mit Forderungen nach weniger Rüstung auf der Internet-Seite der Initiative hochgeladen.

Der virtuelle Ostermarsch besteht im Kern aus drei Aktionen: Zunächst gab es das Online-Meeting am Ostersamstag, außerdem ruft die Aktionsgemeinschaft die saarländischen Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre Häuser mit einer Friedensdeko zu schmücken. Schließlich gibt es noch eine Fotoaktion, wobei Teilnehmende ihre Forderungen auf ein Schild malen und davon ein Foto machen können.

Im Mittelpunkt des virtuellen Ostermarsches steht nach Angaben der Veranstalter der Protest gegen die Rüstungsausgaben des Verteidigungsministeriums. Die saarländische Friedensbewegung wirft dem Verteidigungsministerium vor, mitten in einer lebensbedrohlichen Krise einen Aufrüstungskurs zu betreiben. So sollten 90 weitere Eurofighter und 45 F 18-Kampflugzeuge angeschafft werden, auch um einen Atomkrieg mit den US-Bomben in Büchel führen zu können. Das Friedensnetz Saar fordert, in Anbetracht der Corona-Krise die Rüstungsausgaben zu kürzen und die eingesparten Mittel stattdessen in das Gesundheitssystem zu investieren.

Alle Informationen zum virtuellen Ostermarsch Saar und den geplanten Aktionen finden sich auf der Internetseite des Friedensnetzes Saar: www.friedensnetzsaar.com

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.04.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja