Ankerzentrum Lebach (Foto: Alexander M. Groß)

Ärger wegen Corona-Maßnahmen

Oliver Buchholz / Onlinefassung: Markus Person   09.04.2020 | 18:00 Uhr

In der Landesaufnahmestelle für Geflüchtete in Lebach wird seit Donnerstagmorgen das Gebäude 13 geräumt. Grund ist, dass dort künftig mit dem Coronavirus infizierte Personen untergebracht werden sollen.

Wegen der Räumung müssen die Familien, die bislang in dem Gebäude wohnten, in Altbauten im Ankerzentrum umziehen. Sie übten deswegen Kritik. Sie würden nun in nicht gereinigte Wohnungen ziehen, in denen zuvor Corona-Patienten gewohnt hätten.

Ministerium weist Kritik zurück

Das Innenministerium weist diesen Vowurf zurück. Wohnungen von Corona-Patienten würden regelmäßig nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes desinfiziert, selbstverständlich auch nach deren Auszug. Ansonsten seien die Bewohner selbst für die Sauberkeit ihrer Räumlichkeiten verantwortlich.

Zudem hofft das Ministerium auf Verständnis für die Maßnahme. Umzüge seien in diesen Zeiten aus organisatorischen Gründen einfach nötig, um die Corona-Epidemie einzudämmen. Und damit würden auch die mehr als 1000 Bewohner und Mitarbeiter des Ankerzentrums geschützt.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 09.04.2020 berichtet.

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