Banner an einer Messehalle: "Ford Go Electronic" (Foto: IMAGO / Sven Simon)

Ford will Gesamtkonzern umbauen

Lars Ohlinger / Yvonne Schleinhege   02.03.2022 | 15:28 Uhr

Der Autohersteller Ford hat angekündigt, das Gesamtunternehmen umzubauen. Das Geschäft mit E-Autos soll zukünftig in einer eigenständigen Sparte betrieben werden. Was das für Saarlouis bedeutet, ist noch unklar.

Ford plant eine Umstrukturierung seines Unternehmens: Das traditionelle Hauptgeschäft, also Modelle mit Verbrennungsmotoren, nennt sich künftig „Blue“. Batteriebetriebene und vernetzte Fahrzeuge sollen zukünftig in einer eigenständigen Sparte vertrieben werden, die „Modell e“ genannt wird. In welchen Bereich der Produktionsstandort in Saarlouis integriert wird, ist derzeit noch unklar.

IG Metall wertet Umbau positiv

Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen sagte dem SR, die grundlegende Entscheidung sei durchaus positiv zu bewerten. Das Unternehmen habe endlich erkannt, dass man in der Frage der E-Mobilität ein Aufholmanöver starten müsse.

Ford will Gesamtkonzern umbauen
Audio [SR 3, Renate Wanninger / Yvonne Schleinhege, 02.03.2022, Länge: 03:17 Min.]
Ford will Gesamtkonzern umbauen

Die konkrete Umsetzung sei nun spannend, sagte Desgranges weiter. Saarlouis biete eine entsprechende Infrastruktur, um die Ziele des Konzerns auch in die Tat umzusetzen.

Bisher noch keine Entscheidung für Saarlouis

Nach Auskunft des Betriebsrates wurde die Belegschaft am Mittwoch über die Umstrukturierung des Konzerns informiert. Bisher sei aber noch keine Entscheidung gefallen, ob Ford zukünftig auch im Saarland auf die Produktion von Elektroautos setzt.

Der Betriebsrat von Saarlouis hofft darauf, dass der Standort in die Elektro-Sparte „Modell e“ eingestuft wird. Der Konkurrenzkampf mit dem spanischen Werk in Valencia um die Produktion von E-Modellen soll weiterhin aber erst im Sommer entschieden werden.

Ford plant insgesamt bis 2026 weltweit mehr als zwei Millionen E-Fahrzeuge pro Jahr zu verkaufen. Das würde rund einem Drittel des globalen Absatzes des Konzerns entsprechen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 02.03.2022 berichtet.

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