Logo der Uniklinik Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

UKS räumt Fehler ein

Barbara Spitzer   11.06.2021 | 14:09 Uhr

Die Uniklinik in Homburg hat im Skandal um mutmaßlichen Kindesmissbrauch an der Kinder- und Jugendpsychiatrie erstmals Versäumnisse eingeräumt. Wenn man den Hinweisen in größerer Zahl nachgegangen wäre, hätte man die Missbrauchsabsichten des Assistenzarztes sicherlich erkennen können, sagte der Ärztliche Direktor, Wolfgang Reith.

Es seien Fehler gemacht worden, das tue ihm leid, sagte der Ärztliche Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uniklinik in Homburg, Wolfgang Reith, im SR Fernsehen.

Der "Scheinkönig"
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 10.06.2021, Länge: 44:11 Min.]
Der "Scheinkönig"

Die Kinderschutzexpertin Ursula Enders vom Verein Zartbitter aus Köln sagte, der Assistenzarzt habe zur Tarnung seiner sexuellen Absichten "die Maske des fürsorglichen Arztes" getragen. Dazu komme, dass die Klinik ihren Ruf habe schützen wollen.

Es habe mit Sicherheit Mitwisser und damit auch Mittäter gegeben. Folgenschwer für die Betroffenen sei, dass Klinik und Staatsanwaltschaft den Verdacht jahrelang verschwiegen hätten.

Über dieses Thema hat auch die Sendung SAARTHEMA im SR Fernsehen am 10.06.2021 berichtet.

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