UKS erweitert die Zentrale Notaufnahme – Erstbeurteilung von Patientinnen und Patienten vom Klinikgebäude abgekoppelt (Foto: Rüdiger Koop/UKS)

Beschäftigte fordern Corona-Gefahrenzulage

  09.04.2020 | 16:06 Uhr

In einer Petition an den saarländischen CDU-Ministerpräsidenten Tobias Hans fordern Beschäftigte der Uniklinik in Homburg unter anderem eine Corona-Zulage von 50 Euro pro Schicht. Gleichzeitig kritisieren sie auch einen Mangel an Schutzausrüstung.

Mehr als 500 Beschäftigte der Homburger Uniklinik haben die Petition unterschrieben. Sie arbeiten in den verschiedensten Bereichen wie Pflege, Küche, Labor, sind Ärzte oder Auszubildende. In der Petition kritisiert Verdi-Sprecherin Sabine Stein auch, dass Ende März getroffene Vereinbarungen bei der Uniklinik bis heute nicht umgesetzt worden seien. Die Klinikleitung habe versichert, dass nicht lebensnotwendige Eingriffe um mehr als 50 Prozent heruntergefahren worden seien. Zudem habe sie angekündigt, genügend FFP-Schutzmasken zur Verfügung gestellt würden.

Mangelnder Schutz

Beide Punkte sehen die mehr als 500 UKS-Beschäftigten, die die Petition unterschrieben haben, nicht als erfüllt an. So würden zum Einsparen von Schutzkleidung die Hygienestandards zum Schutz vor Covid 19 unterlaufen. Zudem würden weiterhin nicht dringend notwendige Eingriffe an Patienten durchgeführt.

Sofortmaßnahmen gefordert

In der Petition fordern die Unterstützer nun eine sofortige Absage aller nicht notwendigen Eingriffe und eine Gefahrenzulage von 50 Euro pro Schicht für alle Beschäftigten der UKS. Zudem müsse ausreichend Schutzausrüstung, vor allem FFP2- und FFP3-Masken, zur Verfügung gestellt werden.

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