Saarlandmeisterschaften im Tennis (Foto: SR)

Tennisvereine wehren sich gegen Corona-Verordnung

  19.04.2020 | 19:20 Uhr

Tennisspieler im Saarland dürfen wegen der Corona-Verordnung nicht aufschlagen. Einige Vereine wollen dagegen klagen, denn in anderen Bundesländern, wie etwa in Rheinland-Pfalz, ist Spielen ab Montag wieder erlaubt. Die Landesregierung schlägt nun Schutzkonzepte vor.

Die saarländische Landesregierung will mit Verbänden und Virologen Schutzkonzepte für verschiedene Sportarten erarbeiten. Auf SR-Anfrage erklärte ein Regierungssprecher, dass Gespräche zwischen Sportminister Klaus Bouillon (CDU), Sportverbänden und Virologen der Uni-Klinik in Homburg bevorstünden.

Dabei sollen Konzepte für verschiedene Sportarten erarbeitet werden, bei denen eine räumliche Distanz zwischen den Sportlern gewahrt werden kann. Nach Erarbeitung dieser Konzepte werde in Aussicht gestellt, gewisse Sportarten wieder zu erlauben und Sportstätten zu öffnen.

Tennisclubs drohen mit Rechtsstreit

Zuvor hatte die Saarbrücker Zeitung (SZ) berichtet, dass sich acht Tennisclubs schriftlich an Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) gewandt haben. Sie forderten demnach, dass das Spielen von Tennis, ähnlich wie in Rheinland-Pfalz, unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen möglich sein soll, sonst drohe der Gang vors Verwaltungsgericht.

Keine Sportart bevorzugen

Nach der neuen "Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie" bleibt es untersagt, Tennisplätze im Freien zu öffnen. Hans hatte bei der Vorstellung der Verordnung unter anderem argumentiert, die Regierung wolle nicht eine Sportart bevorzugen. Es solle kein "Wirrwarr" dadurch entstehen, dass eine Sportart erlaubt sei, die andere aber nicht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.04.2020 berichtet.

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