Ein ICE überquert eine Eisenbahnüberführung über einem Fluss. (Foto: IMAGO/Rüdiger Wölk)

Gravierende Schäden an 17 Eisenbahnbrücken im Saarland

Anke Birk   28.07.2021 | 17:00 Uhr

Im Saarland weisen 17 Eisenbahnbrücken gravierende Schäden auf. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zum Zustand der Brücken hervor.

Insgesamt gibt es 315 Eisenbahnbrücken im Saarland. 17 davon haben gravierende Schäden und bekamen deshalb bei einer Überprüfung die Zustandsnote 4. Diese Schäden würden nach Auskunft der Bundesregierung die Sicherheit der Brücken jedoch noch nicht beeinflussen. Das durchschnittliche Alter der Eisenbrücken im Saarland beträgt 96,2 Jahre.

Die Brücken an Bundesfernstraßen im Saarland weisen ein Durchschnittsalter von 46,7 Jahren auf. Drei Straßenbrücken haben einen "ungenügenden Bauwerkszustand" (Note 3,5 und schlechter). Dies können etwa Betonabplatzungen, schadhafte Abdichtungen. Korrosionsschäden oder fehlende Gitterstäbe am Geländer sein. Die Standsicherheit der Brücken sei trotz der Mängel laut Bundesregierung nicht gefährdet.

22 Millionen Euro Fördermittel nicht abgerufen

75 Straßenbrücken bekamen die Zustandsnote 3 bis 3,4. Sie müssen in näherer Zukunft instand gesetzt werden. Nach Angaben des Bundes hat das Saarland seit dem Jahr 2015 insgesamt 22 Millionen Euro an Fördermitteln des Bundes zur Sanierung von Brücken an Bundesfernstraßen nicht abgerufen.

Die Zuweisungen des Bundes über das "Sonderprogramm Brückenmodernisierung" beliefen sich auf rund 371 Millionen Euro. Die tatsächlichen Ausgaben für die Erhaltung der Bundesfernstraßen betrugen von 2016 bis 2020 insgesamt 349 Millionen Euro.  

Für das Projekt A8 Neunkirchen-Oberstadt bis Autobahnkreuz Neunkirchen werde das Baurecht für den Herbst erwartet.  

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 28.07.2021 berichtet.

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