Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch. (Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

250.000 zusätzliche FFP2-Masken für Saar-Schulen

  13.11.2020 | 17:17 Uhr

Das Bildungsministerium stellt Beschäftigten an saarländischen Schulen kurzfristig 250.000 zusätzliche FFP2-Masken zur Verfügung. Das teilte das Ministerium am Freitag mit. Zuletzt hatte die Gewerkschaft GEW eine bessere Ausstattung mit den Masken - unter anderem für Lehrer - gefordert.

Die zusätzlichen FFP2-Masken werden nach Angaben des saarländischen Bildungsministeriums ab Montag in den Schulen verteilt. Außerdem seien 250.000 weitere Masken bestellt, um die Versorgung auch in den kommenden Wochen sicherzustellen.

Video [aktueller bericht, 13.11.2020, Länge: 2:51 Min.]
Mehr FFP2-Masken für Schulen im Saarland

Die bisher geltende Regelung, die Lehrern oder pädagogischen Fachkräften an Förderschulen mit besonderem gesundheitlichem Risiko eine FFP2-Maske zusichert, bleibe bestehen, teilte das Ministerium mit. Verpflichtend sei das Tragen der FFP2-Masken oder Mund-Nasen-Bedeckungen für Lehrkräfte auch weiterhin nicht.

Forderungen der GEW nachgekommen

Das Bildungsministerium reagiert mit den zusätzlichen Masken unter anderem auf die Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Diese hatte bereits am vergangenen Sonntag gefordert, 200.000 FFP2-Masken für Schulen und Kitas bereitzustellen. "Die physische und psychische Belastungsgrenze der Kolleginnen und Kollegen an saarländischen Schulen und Kindertagesstätten ist bereits weit überschritten und der Gesundheitsschutz nicht mehr gewährleistet", begründete die Gewerkschaft.

Saar-Jusos fordern mehr Masken

Den saarländischen Jusos geht das nicht weit genug. Sie fordern das Gesundheitsministerium auf, FFP2-Masken auch für Angehörige von Risikogruppen bereitzustellen. Das Ministerium müsse nun sein Hauptaugenmerk auf die Ausstattung des medizinischen und pflegerischen Personals in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten legen, so die Juso-Landesvorsitzende Kira Braun. Darüber hinaus, sollte auch die Versorgung von Risikopatienten ab 65 Jahren mit der kostenfreien Abgabe von FFP2-Masken nach dem Beispiel Bremens über Apotheken geprüft werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.11.2020 berichtet.

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