Heeresinstandsetzungslogistik (HIL-Werk) in St. Wendel (Foto: SR/Carolin Dylla)

Neue Halle für HIL in St. Wendel in zwei Jahren

mit Informationen von Carolin Dylla   14.05.2021 | 16:00 Uhr

Der Spatenstich für die neue Halle des sogenannten "Kompetenzzentrums Kette" der HIL in Sankt Wendel soll in zwei Jahren erfolgen. Das kündigte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei einem Werksbesuch an. Insgesamt sollen rund 40 Millionen Euro in das Heeresinstandsetzungswerk investiert werden.

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer war am Freitagvormittag in St. Wendel, um dort gemeinsam mit Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (beide CDU) eine Erklärung zur Zukunft des Werks zu unterschreiben. Bei dem Termin sagte die Verteidigungsministerin, dass die Baumaßnahmen für die neue Halle in zwei Jahren beginnen sollen.

Video [aktueller bericht, 14.05.2021, Länge: 3:30 Min.]
Absichtserklärung für HIL-Erweiterung unterzeichnet

Ambitionierter Zweijahres-Plan

Dieser Zeitplan sei allerdings "eine Wette für alle", so die Ministerin. "Die heutige Unterzeichnung der Absichtserklärung durch alle Vertreter soll als Appell für eine gemeinsame Kraftanstrengung für umfangreiche Investitionen in die Liegenschaft und in das Personal des Werkes verstanden werden."

Hans zeigte sich erfreut über die Unterzeichnung der Zukunftspläne: "Die geplanten erweiterten Investitionen sind für das Saarland als Industriestandort von großer Bedeutung." So hätten nicht nur die Beschäftigten eine sichere Zukunftsperspektive, es entstünden zudem noch Arbeitsplätze.

Erweitungs- und Ausbaupläne

Die Bundeswehr-Pläne für die St. Wendler HIL - eine Einschätzung
Audio [SR 3, Studiogespräch: Gerd Heger/Carolin Dylla, 14.05.2021, Länge: 02:36 Min.]
Die Bundeswehr-Pläne für die St. Wendler HIL - eine Einschätzung

Die Pläne für die Investition und die damit verbundenen Infrastrukturmaßnahmen für das HIL hatte das Verteidigungsministerium bereits Ende vergangenen Jahres vorgestellt. Das Bundeswehr-Instandsetzungswerk in St. Wendel ist eines von dreien in Deutschland, von den künftig aber nur zwei erhalten werden sollen. Nun scheint die Zukunft für den Standort im Saarland gesichert.

Die Ausbau- und Erweiterungspläne des Ministeriums sehen vor, dass das HIL-Werk durch ein Ausbildungs- und Kompetenzzentrum erweitert und die Infrastruktur ausgebaut werden soll. Insgesamt sollen durch die Maßnahmen rund 160 neue Arbeitsplätze entstehen. Ein Großteil des dafür benötigten Geldes – 25 der 42 Millionen Euro – kommt vom Bund, sagte die Bundestagsabgeordnete Nadine Schöne (CDU) im November.

Derzeit rund 400 Beschäftigte

Die HIL GmbH ist eine bundeseigene Gesellschaft, sie ist vor allem für die Instandhaltung von militärischem Großgerät zuständig. Zurzeit arbeiten rund 400 Beschäftigte in dem Instandsetzungswerk in St. Wendel.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.05.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja