Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr (Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder)

Generalinspekteur Zorn wertet ukrainische Erfolge zurückhaltend

  14.09.2022 | 20:27 Uhr

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Heeresgeneral Eberhard Zorn, hat angesichts der jüngsten ukrainischen Erfolge vor zu viel Optimismus gewarnt. Der Saarländer sagte dem Magazin "Focus", er sei vorsichtig mit dem Begriff Gegenoffensive. Dafür benötige die Ukraine eine personelle Überlegenheit in einem bestimmten Verhältnis.

Vorsicht vor zu viel Optimismus: Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Heeresgeneral Zorn, sieht den Begriff "Gegenoffensive" in Bezug auf die aktuelle Lage in der Ukraine - trotz Rückeroberungen im Osten des Landes - skeptisch. Für eine solche Offensive benötige die Ukraine eine personelle Überlegenheit von 3:1, erklärte der Saarländer. Stattdessen sehe er allenfalls "Gegenstöße".

Warnung vor zu umfangreichen Waffenlieferungen

Zorn betonte, die ukrainische Armee agiere klug und führe ihre Operationen souverän und sehr beweglich. Zugleich verteidigte er die bisherigen deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine als qualitativ und quantitativ beachtlich. Er warnte allerdings vor weiteren Lieferungen, die die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr beeinträchtigen könnten.

Als Generalinspekteur der Bundeswehr ist der gebürtige Saarländer Eberhard Zorn truppendienstlicher Vorgesetzter aller Soldatinnen und Soldaten in den ihm unterstellten Streitkräften. Außerdem ist er militärischer Berater der Bundesregierung und als höchster militärischer Repräsentant der Bundeswehr auch Teil der Leitung des Verteidigungsministeriums.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.09.2022 berichtet.

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