Discounter (Foto: Pixabay)

Ärger um Verkauf von Non-Food-Artikeln

Karin Mayer / Onlinefassung: Sandra Schick   09.04.2020 | 09:09 Uhr

Der Verkauf von sogenannten "Non-Food-Artikeln" in Supermärkten und Discountern sorgt nach wie vor für Unverständnis. Während auch im Saarland kleine Fachhändler ihre Geschäfte wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, können Supermärkte solche Waren, die nicht zum täglichen Bedarf zählen, weiter verkaufen.

Seit dem 1. April können Anbieter von sogenannten Mischsortimenten, wie etwa Warenhäuser, auch Non-Food-Artikel verkaufen. Vorraussetzung dafür ist, dass die Mehrheit des Sortiments aus Artikeln für den täglichen Bedarf besteht. Das führt dazu, dass etwa Gartenstühle, Kleidung oder Spielwaren weiterhin bei Discountern und Supermärkten gekauft werden können, kleinere Fachhändler, die darauf spezialisiert sind, aber geschlossen bleiben müssen.

IHK findet Regelung ungerecht

Das Wirtschaftsministerium hat dem SR bestätigt, dass die aktuelle Verordnung zu Ungerechtigkeiten führt. Ziel sei jedoch der Gesundheitsschutz. Für die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist diese Regelung so nicht nachvollziehbar. IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen sagte dem SR, der kleine Fachhandel müsse geschützt werden. Die geltende Regelung sorge für Wettbewerbsnachteile für kleine Händler.

Michael Genth vom Verein für Handel und Gewerbe in Saarbrücken sprach sich dafür aus, die Corona-Beschränkungen jetzt zu akzeptieren. Wichtig sei aber, dass der Handel möglichst bald wieder öffnen dürfe.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 09.04.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja