Fahne mit dem Logo der ZF Friedrichshafen AG  (Foto: ZF Friedrichshafen AG/Pressefoto)

ZF reduziert Wachstumsprognose

Karin Mayer   02.08.2019 | 15:02 Uhr

Der Technologiekonzern ZF wächst langsamer als erwartet. Das Unternehmen teilte mit, wegen der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage seien die PKW-Abrufe im ersten Halbjahr geringer ausgefallen als erwartet.

Video [aktueller bericht, 02.08.2019, ab 15:09 Min.]
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Als Gründe nannte das Unternehmen die Unsicherheit durch Handelszölle, der anstehende Brexit und das geringere Wachstum in China beigetragen. Der Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Scheider sagte, er sehe in diesem Jahr dennoch keinen Bedarf in Deutschland Arbeitsverhältnisse zu beenden. Vorausgesetzt die Auftragslage ändere sich nicht dramatisch. Der Technologiekonzern hat im Saarland rund 8700 Beschäftigte.

Der Betriebsratsvorsitzende von ZF in Saarbrücken Mario Kläs sagte dem SR, die Getriebestückzahlen am Standort seien in diesem Jahr gesunken. Etwas mehr als 100 befristete Verträge seien deshalb nicht verlängert worden. Die Auslastung am Standort sei dennoch gut, noch immer werden an den Wochenenden Mehrarbeit geleistet.  

Großaufträge greifen noch nicht

Technologiekonzern ZF wächst langsamer als erwartet.
Audio [SR 3, Karin Mayer, 02.08.2019, Länge: 01:00 Min.]
Technologiekonzern ZF wächst langsamer als erwartet.

Dieses Jahr hat ZF bereits zwei Großaufträge an Land gezogen: Zunächst orderte BMW das weiterentwickelte elektrifizierte Achtgang-Automatikgetriebe. Drei Monate später zog Fiat-Chrysler nach. Allerdings greifen beide Aufträge erst ab 2022.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 02.08.2019 berichtet.

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