ZF (Foto: picture alliance / dpa / Felix Kästle)

Nächster Megadeal für ZF

  03.07.2019 | 13:20 Uhr

Nur drei Monate nach der Bekanntgabe des Rekordauftrages von BMW hat der Automobilzulieferer ZF Getriebe den nächsten Großauftrag unter Dach und Fach gebracht. Nun hat auch Fiat-Chrysler das neue Achtganggetriebe für Hybridfahrzeuge bestellt, bestätigte ZF-Chef Scheider am Dienstag in Dresden.

Der Großauftrag durch Fiat-Chrysler kommt insbesondere dem ZF-Standort Saarbrücken zugute. Dort wird das Achtganggetriebe produziert. Das italienisch-amerikanische Unternehmen kauft nach Angaben von ZF die neueste Variante für seine Fahrzeuge mit Heck- und Allradantrieb.

Video [aktueller bericht, 03.07.2019, Länge: 2:44 Min.]
Neuer Milliardenauftrag für ZF

Scheider: "Wir sind sehr stolz"

Neuer Großauftrag für ZF
Audio [SR 3, Karin Mayer, 03.07.2019, Länge: 03:08 Min.]
Neuer Großauftrag für ZF

ZF-Chef Wolf-Henning Scheider erklärte bei einer Technik-Präsentation in Dresden, der Auftrag sei nicht viel kleiner als der von BMW. Nach SR-Informationen ist das Auftragsvolumen größer als zehn Milliarden Euro. "Wir sind sehr stolz, dass wir wieder einen so großen Kunden für diese Technik gewonnen haben", sagte Scheider am Dienstagabend.

Der Betriebsratsvorsitzende am Standort Saarbrücken, Matthias Scherer, sagte dem SR, der neue Auftrag sichere Arbeitsplätze im Saarland aber auch in Ungarn, China und den USA. Er sei zuversichtlich, dass weitere Kundenaufträge für die vierte Generation des Achtganggetriebes folgen werden.

Serienstart 2022

Der Serienstart des neuen Hybrid-Getriebes soll für BMW und Fiat-Chrysler im Jahr 2022 erfolgen. Bis dahin werden noch Automat-Getriebe für Verbrennermotoren hergestellt. Nach Angaben des Betriebsrates ist der Standort aktuell mit Auftragsrückgängen von zehn Prozent konfrontiert. Trotzdem sei das Werk weiterhin voll ausgelastet, so Scherer.

Rehlinger: "Signalwirkung für unser ganzes Bundesland"

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sieht den neuen ZF-Auftrag als positives Signal für die ganze Region. "Das ist eine Nachricht, über die sich nicht nur die Beschäftigten bei ZF freuen sollten, sondern das hat Signalwirkung für unser ganzes Bundesland." ZF sei ein Motor für die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes. Der neue Auftrag zeige, "dass die Automobilindustrie Zukunft hat, wenn sie sich auf den Weg macht", sagte Rehlinger.

Auch Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) betonte die Signalwirkung des Großauftrags und freute sich für die Beschäftigten. "ZF als wichtiger Impulsgeber für die Zukunft unserer Mobilität sichert Arbeitsplätze und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung unseres Industrie- und Forschungsstandortes bei."

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.07.2019 berichtet.

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