ZF (Foto: picture alliance / dpa / Felix Kästle)

ZF konzentriert sich auf E-Mobilität

Karin Mayer   30.07.2020 | 11:26 Uhr

Der ZF-Konzern beendet die Entwicklung von Antriebskomponenten für Verbrennungsmotoren. Künftig soll nur noch Antriebstechnik entwickelt werden, die elektrifizierbar ist, entschied der Aufsichtsrat. Für das Saarbrücker Werk bedeutet das nach Sicht des Betriebsrats eine Chance.

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen vollzieht eine strategische Neuausrichtung: Eine Entwicklung von Antriebskomponenten ausschließlich für Verbrennungsmotoren soll es nicht mehr geben. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen nur noch Antriebe für Plug-in-Hybride und reine Elektroautos entwickelt werden. Die Produkte sollen aber weiter für reine Verbrenner nutzbar sein, sagte ein Unternehmenssprecher.

Der Automobilzulieferer verändert auch die interne Organisation. Die beiden Divisionen (Unternehmensbereiche) für Pkw-Antriebe und für E-Mobility werden zu einem gemeinsamen Unternehmensbereich verschmolzen. 

Chance für Standort Saarbrücken

Der Betriebsratsvorsitzende Mario Kläs sieht das positiv. Antriebstechnik und E-Division hätten schon immer zusammengehört, sagt er. Das sei auch eine Chance für den Standort Saarbrücken.

ZF könne dadurch im Wettbewerb kostengünstiger werden und neue Aufträge gewinnen. Kläs hofft auf Wachstum für den Unternehmensbereich, zu dem auch der Standort Saarbrücken gehört. Insgesamt umfasst die neue Division über 20.000 Beschäftigte. 

Geleitet wird die neue Division E-Mobility von Stephan von Schuckmann, der in den ZF-Vorstand aufsteigt. Das hat der Aufsichtsrat beschlossen. Stephan von Schuckmann hat seit Herbst 2018 den Unternehmensbereich Pkw-Antriebstechnik mit Sitz in Saarbrücken geleitet. 

Vor einer Woche hatte ZF bekanntgegeben, bis Ende 2022 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und kein Werk zu schließen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 30.07.2020 berichtet.

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