Landtagsdirektor Christof Zeyer (Foto: Imago / Becker & Bredel)

Zeyer weist Untreuevorwüfe zurück

Thomas Gerber   29.08.2019 | 13:27 Uhr

Landtagsdirektor Christof Zeyer hat die gegen ihn erhobenen Untreuevorwürfe zurückgewiesen. In einer schriftlichen Erklärung heißt es, er habe sich persönlich nichts vorzuwerfen. Das gegen ihn laufende Verfahren sei auf seinen eigenen Wunsch eingeleitet worden.

Auf seinen ausdrücklichen Wunsch sei das Disziplinarverfahren eingeleitet worden - nämlich, um die im Raum stehenden Vorwürfe schnellstmöglich zu klären, erklärte Zeyer. Auch die Entbindung von den Aufgaben als Haushaltsbeauftragter sei auf seine Bitte hin erfolgt. Zeyer betonte, dass er seine sonstigen Aufgaben als Direktor des Landtags wie bisher erfüllen werde.

Zu den Vorwürfen selbst und zu den laufenden Verfahren wollte er sich nicht weiter äußern. Sein Verteidiger habe zwischenzeitlich einen Termin mit der Staatsanwaltschaft vereinbart. Bei dieser Vernehmung werde er „die Vorwürfe entkräften“.

Toscani informiert Präsidium

Landtagspräsident Stephan Toscani hatte am Donnerstagvormittag das erweiterte Landtagspräsidium über die gegen Zeyer erhobenen Vorwürfe unterrichtet. Ihm wird Untreue im Zusammenhang mit dem „missbräuchlichen Gebrauch“ der Landtagskreditkarte sowie von falsch abgerechneten Dienstreisen vorgeworfen.

Auch Toscani nannte nach SR-Informationen in der Präsidiumssitzung keine Einzelheiten. Im Anschluss betonte er, dass trotz der laufenden Verfahren für Zeyer bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung gelte.

Vorwurf der Untreue
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Zeyer [27.08.2019}
Die Saarbrücker Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Untreue gegen Landtagsdirektor Christof Zeyer. Wie die Staatsanwaltschaft dem SR bestätigte, geht es dabei um die missbräuchliche Nutzung einer Kreditkarte des Landtags und Reisekostenabrechnungen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 29.08.2019 berichtet.

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