Ein Schild "Covid-19" an dem Eingang zu einer Pflegestation eines Krankenhauses. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas)

Zahl der Covid-Patienten hat sich verdoppelt

Thomas Braun   16.11.2021 | 11:19 Uhr

Innerhalb von zwei Wochen hat sich die Zahl der Covid-Patienten in den saarländischen Krankenhäusern mehr als verdoppelt. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums hervor. Im Saarland ist die Lage noch nicht so angespannt, wie in anderen Bundesländern.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind am Montag im Saarland 115 Menschen mit einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt worden. Zwei Wochen zuvor waren es noch 53 Patienten. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten stieg im gleichen Zeitraum von 16 auf 28.

Damit sind die Belegungszahlen im Saarland zwar noch deutlich von den Höhepunkten der bisherigen Coronawellen entfernt, als zeitweilig 350 Covid-Patienten in den Kliniken lagen. Der Trend zeigt allerdings steil nach oben. Intensivmediziner blicken mit Sorge auf die aktuelle Entwicklung im Saarland.

"Die Lage in den deutschen Krankenhäusern ist insgesamt sehr angespannt"
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi / Thomas Jakobs, 17.11.2021, Länge: 03:36 Min.]
"Die Lage in den deutschen Krankenhäusern ist insgesamt sehr angespannt"

Bayern nähert sich neuem Höchststand

In anderen Bundesländern hat sich die Lage bereits deutlich zugespitzt, berichtete tagesschau.de. In Bayern und Baden-Württemberg etwa würden bereits "täglich Verlegungen zwischen Krankenhäusern zum Ausgleich und zum Erhalt der Funktionsfähigkeit durchgeführt."

Bayern steuert dabei auf einen neuen Höchststand an Covid-Intensivpatienten, wie aus dem DIVI-Intensivregister hervorgeht.

Landesregierung berät über schärfere Maßnahmen

Angesichts der aktuellen Entwicklung hat sich Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Montag dafür ausgesprochen, die Corona-Maßnahmen im Saarland zu verschärfen. "Aus meiner Sicht ist es angebracht, im Innenbereich künftig auf 2G umzustellen und im Außenbereich die 3G-Regel ins Auge zu fassen", sagte Hans.

Zuvor hatte auch die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) für eine 2G-Regelung plädiert. Der Ministerrat diskutierte am Dienstag über Eckpunkte für mögliche Verschärfungen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.11.2021 berichtet.

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