Bläsehaus St. Ingbert (Foto: SR)

Vorermittlungen zur Wohnanlage der Bläse-Stiftung

Thomas Gerber   18.10.2021 | 14:54 Uhr

Die Staatsanwaltschaft prüft die Vorgänge um den geplanten Verkauf der Seniorenanlage der St. Ingberter Ferdinand-Bläse-Stiftung. Wie die Behörde auf SR-Anfrage bestätigte, sei ein entsprechendes Vorermittlungsverfahren eingeleitet worden.

In dem Vorermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft zu den Vorgängen um den geplanten Verkauf der Seniorenanlage der St. Ingberter Ferdinand-Bläse-Stiftung soll das Vorliegen eines Anfangsverdachts für eine Straftat überprüft werden. Auslöser sei die Strafanzeige des früheren St. Ingberter Oberbürgermeisters Hans Wagner.

Dieser wirft dem aktuellen Vorstand der Bläse-Stiftung vor, das Gebäude unter Wert verkaufen zu wollen. Zudem seien Rechts- und Wertgutachten eingeholt worden, durch die der wahre Wert der Immobilie runtergerechnet werden sollte.

Kritik vom Steuerzahlerbund

Außer Wagner hatte sich zuletzt auch der Landesvorsitzende des Steuerzahlerbunds, Christoph Walter, ähnlich geäußert. Er hatte erklärt, bei einem Verkauf werde letztlich öffentliches Geld "verbrannt".

Der aktuelle Vorstand der Stiftung, der St. Ingberter Oberbürgermeister Ulli Meyer, hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und Walter vorgeworfen, seine Interessen als langjähriger Steuerberater der Stiftung mit denen als Landesvorsitzender des Steuerzahlerbunds zu vermengen.

Stadtrat stimmte für Verkauf

Der Stadtrat hatte dem Verkauf des Gebäudes in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit zugestimmt.

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