Das Areal Betzenhölle bei Neunkirchen (Foto: SR/Alexander M. Groß)

Wohl kein Globus in der Betzenhölle

Stephan Deppen / Onlinefassung: Michael Schmitt   06.07.2017 | 18:57 Uhr

Die Pläne für die Ansiedlung eines neuen Globus-Warenhauses in der Betzenhölle bei Neunkirchen stehen offenbar vor dem Aus. Die Fläche sollte im Tausch gegen ein anderes Gebiet aus dem Projekt „Landschaft der Industriekultur Nord“ (LIK Nord) ausgegliedert werden. Doch der Bund sieht die Fördergelder dadurch in Gefahr.

Das Bundesumweltministerium hatte Bedenken angemeldet. Es unterstützt die LIK Nord mit 13 Millionen Euro. Am Donnerstagnachmittag tagte die Verbandsversammlung. Dort hieß es, der Bund habe bei dem Gespräch in Bonn sehr deutlich gemacht, dass eine mögliche Ansiedlung von Globus auf dem Gelände Betzenhölle innerhalb der LIK Nord eine finanziell gefährliche Sache wäre, da die Zuschüsse des Bundes zur Disposition stünden.

Markt wird wohl nicht kommen

Der SR hatte Anfang Juni schon über dieses Gespräch berichtet – und die Unterrichtung der Gremien des Zweckverbandes lässt nur einen Schluss zu: Einen Globus-Einkaufsmarkt in der Betzenhölle wird es wohl nicht geben. Zumal Globus selbst schon angekündigt hatte, alternative Standorte noch einmal prüfen zu wollen, die zuvor als untauglich ausgeschlossen worden waren.

Eine Wendung, mit der bisherige Befürworter einer Ansiedlung in der Betzenhölle wie Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD) ebenso zufrieden sind wie Ansiedlungsgegner Bürgermeister Armin König (CDU) aus Illingen, der sich in seiner Skepsis bestätigt fühlt. Eines machte Verbandsvorsteher Patrick Weydmann aus Merchweiler aber auch klar: Hätte der Bund früher so deutlich auf die finanziellen Risiken hingewiesen, hätte man sich innerhalb der LIK Nord manche Kontroverse sparen können.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 06.07.2017 berichtet.

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