Stahlproduktion – ein Stahlarbeiter im Schutzanzug entnimmt eine 1500 Grad heisse Roheisenprobe beim Abstich am Hochofen (Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser | Rupert Oberhäuser)

Saar-Wirtschaft will sich für Zukunft rüsten

Yvonne Schleinhege / Onlinefassung: Axel Wagner   29.03.2022 | 11:00 Uhr

Nach dem überdeutlichen Sieg bei der Landtagswahl am Sonntag haben auch Vertreter der Saar-Wirtschaft Anke Rehlinger gratuliert – und erste Forderungen formuliert. Dabei geht es insbesondere um die großen Herausforderungen, vor denen die Unternehmen im Saarland stehen.

Die Transformation der Industrie zu gestalten, den Weg hin zu klimaneutralerem Stahl und den Wandel der Autoindustrie: Dies ist die größte Herausforderung für die kommenden fünf Jahre. Dass diese dabei entscheidend seien werden, davon ist man bei der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) überzeugt.

Die Politik müsse dafür nun die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, so VSU-Präsident Oswald Bubel. Die VSU hatte bereits im Vorfeld der Landtagswahl, die die SPD mit Anke Rehlinger am Sonntag deutlich gewonnen hat, die Forderung erhoben, die Kompetenzen in diesem Bereich in der Staatskanzlei zu bündeln. Das wird nun wohl so kommen.

Hoffen auf gute Zusammenarbeit

Hier setzt auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) an. Dafür brauche es nun konkrete Handlungsfelder und klare Ziele, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Frank Thomé. Bei der IHK fordert man daher ein kohärentes Umsetzungsprogramm als Voraussetzung dafür, dass alle beteiligten Akteure gemeinsam zusammenarbeiten und öffentliche Mittel effizient und gemäß nachvollziehbarer Prioritäten eingesetzt werden können.

Das Stichwort heißt "Strukturwandel"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Yvonne Schleinhege, 29.03.2022, Länge: 03:52 Min.]
Das Stichwort heißt "Strukturwandel"

Man habe bereits konstruktiv und vertrauensvoll mit Anke Rehlinger als Wirtschaftsministerin zusammengearbeitet. Diese Partnerschaft wolle man nun vertiefen, so Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Bernd Reis. Wichtiger Punkt dabei für die Kammer: die Stärkung der Nachwuchsförderung.

Lob von IG Metall

Dass die ersten Glückwünsche für die künftige Ministerpräsidentin aus dem Feld der Arbeitnehmervertreter kamen, verwundert kaum. Sie habe die Interessen der Beschäftigten und Industrie gleichermaßen im Blick, so Jörg Köhlinger, Leiter der IG Metall Mitte, zu der die saarländischen Geschäftsstellen gehören.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.03.2022 berichtet.

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