Prozess gegen den Wirtschaftsdetektiven (Foto: Becker & Bredel)

Ottweiler Wirtschaftsdetektiv bleibt in U-Haft

Thomas Gerber   17.01.2020 | 17:50 Uhr

Das Landgericht hat die Haftbeschwerde von Medard Fuchsgruber abgelehnt. Wegen einer zweiten Anklage in Millionenhöhe besteht weiterhin Fluchtgefahr.

Am vergangenen Mittwoch hatte der Prozess vor dem Landgericht Saarbrücken gegen den bundesweit bekannten Wirtschaftsdetektiv aus Ottweiler begonnen. Fuchsgruber hatte zu den Vorwürfen geschwiegen. Ihm wird gewerbsmäßige Untreue in rund 200 Fällen vorgeworfen. Seit vergangener Woche befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Gegen diese hatte Fuchsgruber geklagt.

Das Landgericht hat die Haftbeschwerde Fuchsgrubers nun abgelehnt und an das Oberlandesgericht weitergereicht. Dies bestätigte sein Verteidiger Jens Schmidt dem SR. Der vom Landgericht eingeschaltete Rechtsmediziner sei zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich bei der Nabel-OP, wegen der Fuchsgruber zunächst nicht vor Gericht erschienen war, nicht um einen Notfall gehandelt habe.

Verteidiger Schmidt bestätigte zudem, dass gegen Fuchsgruber eine zweite Anklage aus Leipzig aufgetaucht sei. Seinem Mandanten werde darin offenbar Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vorgeworfen. Das Landgericht habe deshalb weiterhin Fluchtgefahr angenommen und den Haftbefehl nicht aufgehoben. Schmidt will die jetzt bekannt gewordene Anklage prüfen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

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