Beschädigtes Windrad Hahnweiler (Foto: picture alliance/Thomas Frey/dpa)

Jost: Windräder werden regelmäßig geprüft

mit Informationen von Elisa Teichmann   13.03.2019 | 10:53 Uhr

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) hat Kritik an der Windradsicherheit zurückgewiesen. Der SPD-Minister erklärte im Landtag, die Anlagen würden regelmäßig überprüft. Anlass für eine von der AfD beantragte Fragestunde war ein zerstörtes Windrad an der A62 kurz hinter der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz.

Video [aktueller bericht, 13.03.2019, Länge: 2:32 Min.]
Umweltminister Jost weist Kritik an Windradsicherheit zurück

Elf Minuten reichten Umweltminister Jost, die Sicherheitsfragen zur Windkraft zu beantworten. Sein Fazit: Um die Sicherheit der saarländischen Windkraftanlagen sei es sehr gut bestellt. Nach seinen Worten gebe es für die Überprüfungen auch ein klares Regelwerk. Auch an den bestehenden Abstandsregelungen zu Ortschaften oder Straßen will der Minister nichts ändern.

Im Fall des vom Sturm zerstörten Windrads an der A62 sagte Jost, dass es sich in Rheinland-Pfalz befinde und die dortigen Behörden den Vorfall untersuchen. Ob ein Blitzeinschlag die Havarie verursacht hat, werde noch abschließend geklärt.

Im Saarland sind laut Umweltministerium bislang keine Havarien von Windrädern bekannt geworden. Bundesweit bewegt sich die Zahl der Zwischenfälle angesichts von rund 30.000 in Betrieb befindlichen Anlagen im Promillebereich. SR-Recherchen hatten Anfang der Woche ergeben, dass es bei den Behörden offenbar nicht immer klare Zuständigkeiten gibt. Josts Parteikollege, SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn, sprach sich noch am Montag für engmaschigere Kontrollen aus. Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic hatte zuletzt eine TÜV-Pflicht für Windräder gefordert.

Interview mit Minister Reinhold Jost

"Viel Wind um nichts"
Audio [SR 3, (c) Renate Wanninger, 13.03.2019, Länge: 03:37 Min.]
"Viel Wind um nichts"
Windräder sind gigantisch groß – das merkt man, wenn man direkt davor steht. Wenn sich dann die Flügel drehen, kann man schon mal Angst kriegen, dass die runter fallen. So wie an Fastnacht, an der Autobahn in der Nähe von Freisen. Da ist Gott sei Dank niemandem was passiert, aber es hätte auch anders ausgehen können. Deshalb hat die FDP gefordert, eine Art TÜV für Windräder einzuführen. Der saarländische Umweltminister Reinholt Jost hat die Kritik an der Windradsicherheit im Interview mit SR-Moderatorin Renate Wanninger zurückgewiesen.


weitere Informationen
Wer kontrolliert die Windräder?
Am Rosenmontag ist in Gimbweiler an der A62 ein Windrad - vermutlich durch einen Blitzeinschlag - zerstört worden. Die FDP erneuerte infolge des Vorfalls ihre Forderung nach einer "TÜV-Pflicht" für Windräder, die AfD hat das Thema auf die Tagesordnung der kommenden Landtagssitzung gehievt. Aber wie wird die Sicherheit der Anlagen eigentlich gewährleistet? Wir haben nachgefragt.


Havariertes Windrad: Blitzeinschlag als wahrscheinlichste Ursache

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 13.03.2019 berichtet.

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