Blick auf die Produktionsgebäude des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren. (Foto: dpa/Uwe Zucchi)

Wilke-Wurst auch im Département Moselle verkauft

Axel Wagner   15.10.2019 | 16:45 Uhr

Würstchen des hessischen Herstellers Wilke sind auch nach Frankreich geliefert worden. Der französische Ableger der Organisation Foodwatch warnte, zumindest in den Départements Moselle und Ille-et-Vilaine in der Bretagne seien Produkte von Wilke verkauft worden. In der Wurst der Firma waren Listerien-Keime gefunden worden.

Gleichzeitig kritisierte Foodwatch das Landwirtschaftsministerium, das sich bislang nicht dazu geäußert hat. Die Reaktion der Lebensmittelkontrolleure des Ministeriums sei „unzureichend“, teilte Foodwatch auf seiner französischen Internetseite mit. Die Organisation befürchtet, dass Wilke-Produkte in weltweit fast dreißig Ländern verkauft wurden. Daher will Foodwatch erreichen, dass das Ministerium eine vollständige Liste möglicherweise betroffener Produkte veröffentlicht.

Ministerium: Ware wird vom Markt genommen

Das Landwirtschaftsministerium teilte laut „Républicain Lorrain“ mit, die Wilke-Produkte seien von den deutschen Behörden nach den üblichen Verfahren über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) gemeldet worden. Die Produkte würden nun so schnell wie möglich vom Markt genommen.

Die Wurst von Wilke wird in Deutschland mit inzwischen drei Todesfällen und zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Auch zwei Saarländer sind an Listeriose erkrankt. Der Hersteller hatte Anfang Oktober den Betrieb eingestellt und einen groß angelegten Rückruf gestartet, von dem zahlreiche Großlieferanten und Restaurants betroffen sind, darunter auch die Möbelhauskette Ikea.

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