Werner Müller (Foto: picture alliance/Roland Weihrauch/dpa)

Ehemaliger Minister Werner Müller gestorben

  16.07.2019 | 14:48 Uhr

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und langjährige Vorsitzende der RAG-Stiftung, Werner Müller, ist tot. Müller starb in der Nacht zum Dienstag nach langer Krankheit im Alter von 73 Jahren.

Von 1998 bis 2002 war der parteilose Müller Wirtschaftsminister im rot-grünen Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder. In dieser Zeit war er unter anderem an der Ausarbeitung von Plänen zum Atomausstieg beteiligt.

2003 übernahm er die Führung beim Zechenbetreiber RAG, ab 2007 leitete er Evonik. Aus gesundheitlichen Gründen legte Müller im Mai 2018 seine Ämter nieder.

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte, mit Werner Müller gehe ein umsichtiger, stets verlässlicher und auf den sozialen Ausgleich bedachter Mensch und Politiker. "Er war maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau immer mit Blick auf die Beschäftigten geschah."

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 16.07.2019 berichtet.

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