Auspuff eines VW Golf 2.0 TDI (Foto: Silas Stein/dpa)

Weniger Diesel-Neuzulassungen im Saarland

  08.04.2019 | 11:00 Uhr

Im Saarland geht die Zahl der Neuzulassungen bei Diesel-Fahrzeugen im Gegensatz zum Bundestrend weiter zurück. Der saarländische Kfz-Verband begründet den Rückgang mit der geringeren Dichte an Dienst- und Geschäftsfahrzeugen.

Die Zahl der Diesel-Neuzulassungen ist in den ersten beiden Monaten des Jahres erneut deutlich gesunken. Wurden im Februar 2018 noch 926 Diesel-Fahzeuge zugelassen, waren es im Februar dieses Jahres nur 741 - ein Rückgang um rund 20 Prozent. Bundesweit werden hingegen seit Jahresbeginn wieder etwas mehr Dieselfahrzeuge verkauft.

Weniger Dienstfahrzeuge im Saarland

Niklas Burmester, der Geschäftsführer des Kfz-Verbands Saar, begründet den Rückgang damit, dass im Saarland der private Fahrzeugmarkt deutlich stärker sei als in anderen Bundesländern. Hier würden weniger Dienst- und Geschäftsfahrzeuge zugelassen. Gewerbliche Kunden entschieden sich aus rein wirtschaftlichen Gründen weiterhin für den Diesel.

Auf den Privatmarkt habe der Dieselskandal indes größere Auswirkungen. Kunden im Saarland würden sich nicht mehr so häufig für Dieselfahrzeuge entscheiden. Burmester bezeichnet das als „erstaunlich“, da es im Saarland keine Dieselfahrverbote gebe.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.04.2019 berichtet.

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