Kollegen sitzen in einem Konferenzraum und notieren Ziele für das Unternehmen auf bunten Zetteln. (Foto: picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose)

Weniger Existenzgründungen im Saarland

Karin Mayer / Onlinefassung: Anne Staut   16.06.2021 | 08:01 Uhr

Während der Coronapandemie haben sich im Saarland weniger Menschen selbständig gemacht. Die Zahl der Existenzgründungen ist um zwölf Prozent gesunken. Bundesweit ging die Zahl der Gründungen um knapp zehn Prozent zurück.

Vor allem im Bau- und Ausbaugewerbe, in der Gastronomie und im Veranstaltungsgewerbe sind weniger Unternehmen entstanden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn. Im Saarland gab es demnach seit der Coronapandemie zwölf Prozent weniger Existenzgründungen – bundesweit waren es rund zehn Prozent.

Die Studie verweist dabei sowohl auf die Folgen der Coronapandemie aber auch auf die Einführung der Meisterpflicht für Fliesenleger, Parkett- und Estrichleger. Die geänderte Handwerksordnung sei hauptursächlich für den Rückgang der Gründungen im Baubereich verantwortlich.

Weniger Existenzgründungen im Saarland
Audio [SR 3, Karin Mayer, 16.06.2021, Länge: 00:57 Min.]
Weniger Existenzgründungen im Saarland

Unterstützung für Gründer

Viele Gründungen seien nur aufgeschoben worden, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke. Die Saarland Offensive für Gründer gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren mehr Unternehmen gegründet werden.

Das Land unterstütze die Gründerszene weiterhin. So könnten junge Firmen ihre Ideen am Starterzentrum in drei Monaten entwickeln. Künftig werde es mit dem CoHub66 eine Anlaufstelle für Gründer außerhalb der Hochschulen geben. Das Land investiere viel Geld in die Förderung von Gründern, aber das sei gut angelegt.  

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 16.06.2021 berichtet.

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