Eine Auszubildende in einem Industriebetrieb (Foto: picture alliance / Bernd von Jutrczenka/dpa)

Corona sorgt für weniger Azubis

Yvonne Schleinhege   30.07.2020 | 18:52 Uhr

Die Zahl der Auszubildenden im Saarland ist in diesem Jahr coronabedingt deutlich zurückgegangen. Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahrs melden sowohl Handwerkskammer als auch die Industrie- und Handelskammer bis zu 15 Prozent weniger abgeschlossene Ausbildungsverträge.

Verkauf, Büro, KfZ - das sind immer noch die Wunsch-Ausbildungsbranchen der jungen Saarländer. Ansonsten ist vieles anders in diesem Jahr: Zwölf Prozent weniger Ausbildungsstellen meldet die Bundesagentur für Arbeit.

Video [aktueller bericht, 30.07.2020, Länge: 3:18 Min.]
Entwicklung des Arbeitsmarkts im Juli 2020

Gastgewerbe, Tourismus aber auch in der Produktion und Fertigung sind die Unternehmen zurückhaltend. Im Handwerk, insbesondere auch in der Bau-Branche sind die Zahlen hingegen recht stabil.

Keine Berufsorientierung

Aber auch bei den Jugendlichen ist das Interesse in diesem Jahr geringer: Deutlich weniger junge Menschen haben sich bei der Bundesagentur gemeldet. Ein Grund für IHK-Geschäftsführer Peter Nagel: Weil der Unterricht ausgefallen ist, fand in den Schulen keine Berufsorientierung statt, zudem sind Job- und Ausbildungsmessen ausgefallen.

Option Schule

Viele Jugendliche hätten sich daher entschieden, weiter zur Schule zu gehen. Diese Beobachtung macht auch die Handwerkskammer. Da oftmals Einstellungsgespräche verschoben wurden, hoffen Bundesagentur und Kammern, dass in den kommenden Wochen noch einige Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Offene Stellen gibt es noch in fast allen Bereichen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 30.07.2020 berichtet.

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