Heizöl (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Wenige Aufträge für Energiehandel

Karin Mayer   07.12.2021 | 12:55 Uhr

Gas, Öl, Holz: Alles wird teurer – und damit auch die Heizkosten. Das macht dem Energiehandel zu schaffen, denn die Aufträge fehlen. Und auch die Klimaschutzvorgaben stellen die Branche vor Herausforderungen.

Heizölkunden wissen es: Der Heizölpreis ist in diesem Jahr stark gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Einkaufspreis nach einem Tiefststand 2020 mehr als verdoppelt. Für den Energiehandel bedeutet das: Die Kunden haben ihre Tanks im vergangenen Jahr gefüllt.

Der Umsatz ist 2020 trotz niedrigem Preis noch gestiegen. Daher fehlten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres die Aufträge. Der Umsatz ist in dieser Zeit um über 37 Prozent eingebrochen.

Video [aktueller bericht, 07.12.2021, Länge: 3:55 Min.]
Verband der Energiehändler rechnet mit fallenden Preisen

Herausforderung Klimaschutz

Der Geschäftsführer des Verbands für Energiehandel (VEH), Hans-Jürgen Funke, sieht die Branche zudem wegen der Klimaschutzvorgaben vor einer großen Herausforderung.

Es müsse gelingen, bis 2050 55 Prozent des CO2-Ausstosses einzusparen. Das könne nur durch synthetische Brennstoffe wie etwa grünem Wasserstoff gelingen.

Hohe Rohstoffpreise machen dem Energiehandel zu schaffen
Audio [SR 3, Karin Mayer, 07.12.2021, Länge: 03:04 Min.]
Hohe Rohstoffpreise machen dem Energiehandel zu schaffen

CO2-Preis steigt erneut

Im Saarland werden nach Angaben des VEH 37 Prozent der Heizungen mit Öl, 30 Prozent mit Gas betrieben.

Anfang 2022 wird der CO2-Preis pro Tonne von 25 auf 30 Euro steigen - und mit ihm erneut die Heizkosten.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 07.12.2021 berichtet.

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