Banner mit der Aufschrift "Dritte Option beim Geschlechtseintrag" (Foto: picture alliance / Peter Steffen/dpa)

Kaum Anträge auf drittes Geschlecht im Saarland

  14.05.2019 | 14:59 Uhr

Von der neuen Möglichkeit zur Eintragung eines dritten Geschlechts haben im Saarland bislang nur zwei Menschen Gebrauch gemacht. Bundesweit haben sich 69 Menschen als „divers“ ins Geburtenregister eintragen lassen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage hervorgeht. 

Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Bundestag den dritten Geschlechtseintrag beschlossen. Seitdem kann ein Mensch in Deutschland offiziell nicht nur weiblich oder männlich sein, sondern auch divers – sofern sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale medizinisch nachweisbar sind. Nach Schätzungen des deutschen Ethikrats trifft das auf etwa 80.000 Menschen in Deutschland zu.

Eine Änderung des Vornamens auf Grundlage des neuen Gesetzes beantragten 355 Deutsche, etwa 250 wechselten ihren Personenstand von "männlich" zu "weiblich" oder umgekehrt. Im Saarland wurden vier Vornamensänderungen beantragt.

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