Kita - Selbsttests (Foto: picture alliance/dpa | Friso Gentsch)

Weiterhin keine Schnelltests für Krippenkinder

  07.12.2021 | 15:53 Uhr

Krippenkinder bleiben weiterhin vom Testkonzept in Kitas ausgenommen. Bei einem positiven Fall in altersgemischten Gruppen kann das dazu führen, dass Kinder unter drei Jahren in Quarantäne müssen, während ältere Kinder mit täglichen Schnelltests weiterhin die Einrichtung besuchen dürfen.

Seit Anfang November werden im Saarland nicht mehr nur Schulkinder, sondern auch Kita-Kinder regelmäßig mit Schnelltests getestet. Ziel dieser Neuregelung war es zum einen, wieder offene Gruppen in den Kitas zu ermöglichen. Zudem sollten weitgreifende Quarantäne-Maßnahmen vermieden werden, wenn es in einer Einrichtung einen positiven Coronafall gibt. Statt Quarantäne heißt es nun zunächst: Fünf Tage in Folge alle betroffenen Kontaktpersonen testen.

Ausgenommen von dieser Regelung sind weiterhin Krippenkinder - was bei Eltern teilweise zu Unmut führt. Denn Krippenkinder müssen, je nach Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamtes, weiterhin in Quarantäne und können sich frühestens nach fünf Tagen mit einem PCR-Test freitesten.

Häufige Tests für Krippenkinder zu starke Belastung

Das Ministerium will diese Regelung beibehalten. Sie ziele auf eine praktikable Lösung und "befreit das pädagogische Personal von der nicht immer leicht zu treffenden Entscheidung, wann der Test kindgerecht und erfolgversprechend durchgeführt werden soll und kann und wann nicht", heißt es hierzu aus dem Gesundheitsministerium.

Krippenkinder seien oft nicht in der Lage, einen Lolli- oder einen nasalen Abstrichtest durchführen zu können. "Insbesondere der nasale Abstrichtest stellt für viele Kinder im Krippenalter eine zu starke Belastung dar", so das Ministerium weiter.

Durchmischung von Gruppen gering halten

Vor diesem Hintergrund habe das Landesjugendamt den Einrichtungen vor zwei Wochen auch empfohlen, die Durchmischung der Gruppen mit Kindern unter drei Jahren so gering wie möglich zu halten. "Es besteht hierzu die Erwartung, dass diese Empfehlung auch umgesetzt wird", teilte das Landesjugendamt mit.

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