In Warnwesten gekleidete Erzieher:innen ziehen mit gelben Plakaten und Bannern über die Wilhelm-Heinrich Brücke (Foto: Becker Bredel)

1000 Kita-Beschäftigte zogen durch Saarbrücken

  12.05.2022 | 14:00 Uhr

Im Rahmen eines Warnstreiks haben am Donnerstag rund 1000 Kita-Beschäftigte im Saarland an einem Demonstrationszug durch die Saarbrücker Innenstadt teilgenommen. Zuvor hatten die Gewerkschaften Verdi und GEW zu einem Warnstreik aufgerufen.

Im Tarifkonflikt bei den Kitas im Saarland haben die Gewerkschaften Verdi und GEW am Donnerstag die Gangart verschärft und 160 Einrichtungen zum Warnstreik aufgerufen.

An dem Demonstrationszug durch die Saarbrücker Innenstadt beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben am Donnerstagmittag rund 1000 Erzieherinnen und Erzieher.

Ziel: Beruf aufwerten

Der neu gewählte GEW-Landesvorsitzende Max Hewer sagte dem SR, es gehe den Gewerkschaften vor allem darum, den Erzieherinnen-Beruf aufzuwerten. Dazu gehörten eine bessere Eingruppierung, mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen.

Für junge Leute sei es nach wie vor wenig attraktiv, eine Ausbildung als Erzieherin oder Erzieher zu beginnen. Für den praktischen Teil gebe es zwar eine Bezahlung, für die zwei Jahre Schulzeit aber nicht. Die kommunalen Arbeitgeber haben in dem Tarifkonflikt nach Gewerkschaftsangaben bisher kein Angebot vorgelegt. Am Montag soll nun weiter verhandelt werden.

Streik auch am Freitag

Insgesamt waren 160 Einrichtungen in 37 Städten und Gemeinden im Saarland und der Region Trier zum Streik aufgerufen.

Auch am Freitag soll in Form eines "Stay-at-home-Streik" die Arbeit niedergelegt werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.05.2022 berichtet.

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