Kundgebung öffentlicher Dienst (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Wieder Streik im öffentlichen Dienst

  03.11.2021 | 08:39 Uhr

Im Saarland streiken heute Mitarbeiter des Landesbetriebs für Straßenbau. Bei der Straßenmeisterei St. Wendel soll die Arbeit nach Angaben der Gewerkschaft Verdi den ganzen Tag still stehen.

Im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi weitere Streiks und Kundgebungen angekündigt. Hintergrund sind die bisher erfolglosen Tarifverhandlungen. Heute streiken deshalb Mitarbeiter des Landesbetriebs für Straßenbau.

Laut Gewerkschaft streikt die Dienststelle der Straßenmeisterei St. Wendel ganztägig. Sabine Engelhardt-Cavelius, Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Länder im Saarland, erwartet zudem Beschäftigte weiterer Straßenmeistereien und der Zentrale des Landesbetriebs für Straßenbau.

Auch der Deutsche Beamtenbund im Saarland (DBB Saar) kündigte weitere Aktionen vor der dritten Verhandlungsrunde am 27. und 28. November an.

Personalflucht verhindern

Die Gewerkschaft betont, dass der Landesbetrieb für Straßenbau den Auftakt macht, um eine Personalflucht von den Ländern zur Autobahn GmbH zu verhindern. Hintergrund ist der Tarifabschluss 2019.

Durch die Gründung der Autobahn GmbH haben viele Beschäftigte dort einen neuen Arbeitsplatz gefunden, mit besserer Vergütung und einem besseren Tarifvertrag. Daraufhin wurde verabredet, dass über eine höhere Eingruppierung bei den Beschäftigten der Straßenverwaltungen verhandelt wird. Diese Gespräche wurden bisher allerdings nicht geführt.

Bereits in der vergangenen Woche sind in vielen Städten Mitarbeiter auf die Straße gegangen. In Saarbrücken beteiligten sich etwa 100 Beschäftigte an einer Aktion vor dem Finanzministerium.

Rund 30.000 Beschäftigte und Beamte betroffen

Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Geld für die Tarifbeschäftigten der Länder, mindestens aber 150 Euro pro Monat. Für Pflegekräfte sollen mindestens 300 Euro mehr erreicht werden.

Ausbildungs- und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.11.2021 berichtet.

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