In einem St. Ingberter Labor werden Corona-Proben analysiert (Foto: Sebastian Knöbber)

Corona-Fälle an Schulen in Bexbach und Saarbrücken

  21.08.2020 | 21:07 Uhr

Am Freitag sind zwei weitere Corona-Fälle an saarländischen Schulen bekannt geworden. Betroffen sind eine Grundschule in Bexbach und eine Saarbrücker Berufsschule. Diese Woche mussten bereits mehrere Schulklassen in Quarantäne.

In Bexbach ist in der 4. Klasse einer Grundschule ein Corona-Fall aufgetreten. Alle 63 Kinder der drei Klassen aus der vierten Stufe wurden deshalb nach Hause geschickt, ebenso sechs Lehrer und eine Mitarbeiterin der Schule. Sie sollen am Montag getestet werden. Das Gesundheitsamt informiert alle Eltern.

Coronafall an Goetheschule Bexbach
Audio [SR 3, Eva Lippold, 21.08.2020, Länge: 00:49 Min.]
Coronafall an Goetheschule Bexbach

Die 20 Schüler der Klasse mit dem positiv getesteten Kind sollen 14 Tage in Quarantäne, alle anderen Betroffenen können nach einem negativen Corona-Test wieder die Schule besuchen.

Laut Saarpfalz-Kreis war das positiv getestete Kind nur am 17. und 18. August für wenige Stunden in der Schule, weil es eine direkte Kontaktperson eines bereits bekannten Falles sei. Das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises weist ausdrücklich darauf hin, dass die Quarantäne nur für die Kinder, nicht aber für ihre Eltern und Geschwister gelte – sie könnten weiter ihrer geregelten Tätigkeit nachgehen.

Fall am KBBZ Halberg

Einen weiteren Corona-Fall gibt es am Berufsbildungszentrum KBBZ Halberg in Saarbrücken. Auch dort wurde eine Person positiv getestet. Die gesamte Klasse mit 15 Schülern sowie zwei Lehrkräfte müssen 14 Tage in Quarantäne.

Mehrere Fälle in dieser Woche

Seit Anfang der Woche hat es bereits an mehreren Schulen im Saarland Corona-Fälle gegeben. Am Donnerstag mussten fünf Schulklassen in Quarantäne, vier aus dem Regionalverband und eine aus Homburg. Außerdem war eine Kindertagesstätte betroffen.

Bereits am Dienstag mussten 28 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Sonnenhügel in Völklingen in Quarantäne.

GEW und SLLV fordern Konsequenzen

Nachdem inzwischen mehr als 180 Schüler und mehrere Lehrer in eine 14-tägige Corona-Quarantäne mussten, werden Rufe nach Konsequenzen laut. Die Gewerkschaft GEW fordert eine Rückkehr zur Abstandsregelung im Unterricht. Wo das nicht möglich sei, müsse es wieder eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen zuhause geben. Der Lehrerverband SLLV will die Vorlage eines negativen Corona-Tests in der Schule von Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten zur Pflicht machen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.08.2020 berichtet.

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