Bei einer Kundgebung im Warnstreik im Öffentlichen Dienst dreht ein Mann eine Ratsche mit DBB (Foto: picture alliance/dpa | Bernd Wüstneck)

Wieder Arbeitskampf-Aktionen im öffentlichen Dienst

  26.10.2021 | 06:41 Uhr

Im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst hat der Deutsche Beamtenbund im Saarland (DBB Saar) für Dienstag zu einer "aktiven Mittagspause" der Justizverwaltung aufgerufen. Außerdem sind für Donnerstag weitere Aktionen geplant, um den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen.  

Mehr Geld für Beschäftigte im öffentlichen Dienst – das wollen die Gewerkschaften gegenüber den Arbeitgebern durchsetzen. Da es bisher keine Einigung im Tarifstreit gibt, plant der Deutsche Beamtenbund im Saarland (DBB Saar) nun weitere Aktionen.

Damit will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber vor der zweiten Verhandlungsrunde am ersten Novemberwochenende erhöhen.

Für Dienstag war vor dem Ministerium für Justiz dazu eine "aktive Mittagspause" der Justizverwaltung geplant. Außerdem findet am Donnerstag eine größere Kundgebung vor dem Finanzministerium statt. Der DBB Saar rechnet mit 60 bis 70 Teilnehmern, so der Landesvorsitzende des DBB Saar, Ewald Linn, gegenüber dem SR.

Auch Warnstreiks geplant

Zudem ruft der DBB Saar die Beschäftigten im Saarland für Donnerstag erneut zum Warnstreik auf. Wie viele Mitarbeitende teilnehmen, sei derzeit noch offen, sagte Linn. Angesprochen seien aber alle Fachbereiche.

Wegen der bisher erfolglosen Verhandlungen haben in den vergangenen Wochen schon Teile des öffentlichen Dienstes im Saarland gestreikt. Mitte Oktober hatte der DBB Saar zum Beispiel rund 30 Beschäftigte des Landesbetriebs für Straßenbau in den Warnstreik gerufen.

Rund 30.000 Beschäftigte und Beamte betroffen

Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Geld für die Tarifbeschäftigten der Länder, mindestens aber 150 Euro pro Monat. Für Pflegekräfte sollen mindestens 300 Euro mehr erreicht werden. Ausbildungs- und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Bis zu 30.000 Beschäftigte und Beamte sind im Saarland von der Tarifrunde betroffen.  

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 26.10.2021 berichtet.

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