Eine Pflegerin geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor. (Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Eigenanteil bei Pflegeheim-Kosten steigt weiter

  19.02.2020 | 08:12 Uhr

Im Saarland müssen Pflegebedürftige für die Betreuung im Heim immer mehr aus eigener Tasche zuzahlen. Wie aus Daten des Verbands der Ersatzkassen hervorgeht, stiegen die Kosten auf durchschnittlich 2310 Euro pro Monat.

Vor einem Jahr wurden die durchschnittlichen Kosten für einen Pflegebedürftigen in stationärer Pflege im Saarland noch mit 2217 Euro beziffert. Seitdem verzeichnet der Verband der Ersatzkassen an der Saar durchschnittliche Mehrkosten von 93 Euro pro Monat. Im bundesweiten Schnitt stiegen die Eigenanteile nach Informationen der dpa auf 1940 Euro. Das waren 110 Euro mehr als Anfang 2019.

Pflegeversicherung trägt nur einen Teil

Es gibt weiterhin große regionale Unterschiede. Im Vergleich der Länder am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit nun 2357 Euro. Am niedrigsten ist die Belastung mit 1359 Euro in Sachsen-Anhalt. In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten.

Kosten für Unterkunft zu berücksichtigen

Für Heimbewohner kommen daneben aber noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil allein für die Pflege stieg nun im bundesweiten Schnitt auf 731 Euro im Monat, auf 917 Euro im Saarland. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis Mitte des Jahres einen Vorschlag zur künftigen Finanzierung machen. Dazu gibt es schon zahlreiche Forderungen - etwa zu Bundeszuschüssen und zur Senkung oder Begrenzung der Eigenanteile.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht vom 19.02.2020 berichtet.

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