Blick auf die Stadt Saarbrücken  (Foto: SR)

Landesregierung erwägt weitere Einschränkungen

  16.03.2020 | 11:13 Uhr

Angesichts der Coronakrise hat der saarländische Innenminister Bouillon dafür plädiert, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens auszuweiten. Ministerpräsident Hans hatte bereits am Sonntag erklärt, dass die Grenzschließung möglicherweise nicht die letzte Präventionsmaßnahme bleiben wird.

Wegen der steigenden Zahl der Infizierten müssten nicht nur Clubs und Diskotheken, sondern auch Kneipen und Restaurants geschlossen werden, sagte Innenminister Klaus Bouillon. Zudem will der CDU-Politiker Unterstützung von der Bundeswehr. Mit Hilfe von medizinischem Militär-Personal will Bouillon die Zahl der Coronatests im Saarland ausweiten. 

Auch Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schließt nicht aus, dass es weitere Präventionsmaßnahmen geben könnte. "Die Nachrichtenlage verändert sich stündlich. Und ich kann auch nicht ausschließen, dass wir in naher Zukunft auch noch weitere einschränkende Maßnahmen ergreifen müssen, die am Ende harte Einschränkungen für jeden einzelnen mitbringen", sagte Tobias Hans (CDU) am Sonntag. Seit Montagmorgen sind die saarländischen Grenzen zu Frankreich und Luxemburg geschlossen.

Derzeit 74 bestätigte Infektionen

Im Saarland gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums derzeit 74 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Einige von ihnen sind in einem kritischen Zustand. Im saarländischen Nachbardépartement Moselle hat sich die Zahl der Infizierten auf 197 erhöht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.03.2020 berichtet.

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