Rasenfläche des Ludwigspark-Stadions (Foto: SR)

Muss der komplette Ludwigspark-Rasen wieder raus?

mit Informationen von Thomas Gerber   16.04.2021 | 07:07 Uhr

Nachdem die Stadt Saarbrücken den Vertrag mit der Gartenbaufirma Kempf überraschend fristlos gekündigt hat, ist weiter unklar, wie es mit der vorgeschriebenen Rasenheizung für den Ludwigspark weitergeht. Ein mögliches Szenario: Der komplette Rasen samt Unterbau muss wieder entfernt werden.

Dass das neu umgebaute Ludwigspark-Stadion eine Rasenheizung braucht, ist klar. Der DFB schreibt das für den Spielbetrieb in der 3. Liga vor. Doch wann, wie und von wem die Heizung fertiggestellt wird, ist unklar. Die Gartenbaufirma Kempf hatte die vereinbarte Leistung, nämlich einen spieltauglichen Rasen nebst Heizung zu liefern, bis zum vereinbarten Termin Ende März nicht erbracht und dürfte nun auf den Kosten sitzen bleiben.

Noch keine Termine in Sicht

Die Verantwortlichen - nicht nur bei der Stadt - wirken ratlos. Juristische Fragen seien noch zu klären, auf einen Fertigstellungstermin könne man sich nicht festlegen. Allerdings brennt eben genau dieser Termin insbesondere dem 1. FC Saarbrücken zunehmend unter den Nägeln. Hat der FCS doch den Ludwigspark als Spielstätte gemeldet. Wobei dem DFB der Status des Stadions bekannt sei.

Ungelöste Rasenprobleme im LuPa
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 16.04.2021, Länge: 01:08 Min.]
Ungelöste Rasenprobleme im LuPa

Offiziell heißt es vom FCS, man gehe davon aus, dass der Vermieter des Stadions, also die Stadt Saarbrücken, zur neuen Saison ein spielbereites Stadion, also inklusive Heizung, zur Verfügung stellen wird. Unterdessen übt sich der Gartenbauer Kempf in Schadensbegrenzung. Ein Subunternehmer habe die Firma hängenlassen, nun aber zugesagt, die noch fehlenden Schalt- und Steuerungskästen zu liefern.

Weitere Kosten möglich

Auf der Baustelle jedoch geht man davon aus, dass es mit Flickschusterei nicht getan ist. Möglicherweise müsse der komplette Rasen nebst Unterbau raus. Dann würde der Park die Marke von 50 Millionen Euro wohl endgültig reißen. Ob Kempf die von ihm verursachten Mehrkosten schultern kann, ist fraglich.

Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), der den Park zur Chefsache erklärt hat, gibt sich optimistisch. Das Team arbeite an einer Lösung zur Rasenheizung. "Wir sind dran", teilte er dem SR mit.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.04.2021 berichtet.

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