Campus-Center der Universität des Saarlandes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Weiter keine Zweigstelle der Ausländerbehörde an Saar-Uni

Diana Kühner-Mert / Onlinefassung: Anne Staut   10.05.2022 | 18:00 Uhr

Die Eröffnung einer Zweigstelle der Zentralen Ausländerbehörde auf dem Campus der Saar-Uni verzögert sich. Das Innenministerium begründet das mit dem Ukraine-Krieg und der Versorgung der Geflüchteten. Bei der saarländischen Ausländerbehörde gibt es derzeit rund 40.000 unbearbeitete Verfahren.

Die Zweigstelle der Zentralen Ausländerbehörde auf dem Campus der Universität des Saarlandes wurde nicht wie geplant im April eröffnet, sie sei aber in Vorbereitung, teilte das Innenministerium auf SR-Anfrage mit.

Verzögerung durch Ukraine-Krieg

Als Grund für die Verzögerung nennt das Ministerium den Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Versorgung Geflüchteter.

Das für die Zweigstelle vorgesehene Personal werde derzeit für Unterbringung, Versorgung, Registrierung und Fallbearbeitung der über 6400 im Saarland registrierten Ukraine-Flüchtlinge gebraucht.

40.000 unbearbeitete Verfahren

Die Zweigstelle auf dem Campus, an die sich ausländische Studierende und Forschende wenden können sollen, war noch unter CDU-Innenminister Klaus Bouillon angekündigt worden.

Zuvor hatte es heftige Kritik an der Entscheidung gegeben, die Saarbrücker Dependance der Ausländerbehörde zu schließen und in Lebach zu zentralisieren. Die saarländische Ausländerbehörde schiebt um die 40.000 unbearbeitete Verfahren vor sich her.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 10.05.2022 berichtet.

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