Anezigenblätter verschiedener Supermärkte und Discounter (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Weiter Ärger über Non-Food-Werbung

  10.02.2021 | 09:46 Uhr

Werbeprospekte in denen weiter für Kleidung, Haushaltsgeräte oder Blumen geworben wird, sorgen schon seit längerem im Saarland für Ärger. Denn im Lockdown müssen die meisten Einzelhändler ihre Geschäfte geschlossen halten - Supermärkte und Drogerien hingegen können weiter auch Non-Food-Waren verkaufen.

Im Januar hatten Vertreter großer SB-Warenhäuser bei einem "Runden Tisch" mit dem Wirtschaftsministerium zugesagt, auf sogenannte "Non-Food-Werbung" zu verzichten. Doch die Werbeprospekte haben sich seitdem kaum verändert, sagt die saarländische Industrie- und Handelskammer. "Es werden weiter Non-Food-Waren aus zahlreichen Kategorien intensiv beworben - auch jenseits dessen, was man am Runden Tisch vereinbart hat", so IHK-Geschäftsführer Carsten Meier. Das entspreche "in keiner Weise" dem gegenseitigen Fairplay. So könne es nicht weitergehen.

Ministerium prüft Verbot

Auch das Wirtschaftsminsterium ist der Meinung, dass die freiwillige Selbstverpflichtung nicht gut funktioniert. Man sei "sehr unzufrieden mit der Situation", teilte das Ministerium auf Anfrage mit. Daher lasse Ministerin Anke Rehlinger (SPD) nun ein Verbot der Werbung von Non-Food-Artikeln prüfen. Ein komplettes Verbot des Verkaufs lehnen aber sowohl das Ministerium als auch die IHK ab. Dies helfe letztlich nur dem Online-Handel.

Über dieses Thema hat auch SR1 Europawelle am 10.02.2021 berichtet.

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