Ein Schüler meldet sich, während die Lehrerin an die Tafel schreibt.  (Foto: picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Wechselunterricht für alle verbliebenen Schulklassen

  15.03.2021 | 12:21 Uhr

Im Saarland können seit Montag alle Schülerinnen und Schüler zumindest zeitweise wieder in die Schulen gehen. Nach Angaben des saarländischen Bildungsministeriums folgten nach den Grundschülern und den 5. und 6. Klassen die restlichen Jahrgangsstufen in den Wechselunterricht.

Video [aktueller bericht, 15.03.2021, Länge: 3:25 Min.]
Wechselunterricht für alle Klassen begonnen

Start in den Schul-Wechselunterricht für alle Klassen
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 15.03.2021, Länge: 04:11 Min.]
Start in den Schul-Wechselunterricht für alle Klassen

Damit sind laut saarländischem Bildungsministerium rund 120.000 Schüler wieder in den Präsenzbetrieb eingebunden. Ausgenommen sind die rund 4000 Abiturienten, die bereits seit dem 11. Januar wieder in der Schule sind. Für sie endete die reguläre Unterrichtszeit am vergangenen Freitag.

Auch die Prüfungs- und Abschlussklassen der Fachoberschulen und der Fachschulen sind bereits seit dem 18. Januar zurück im Präsenzunterricht. Ebenso die Schüler, die in den Klassenstufen neun und zehn den Hauptschulabschluss oder den Mittleren Bildungsabschluss absolvieren.

Streitthema Rückkehr nach Ostern

Sollte die Pandemielage es erlauben, will das saarländische Bildungsministerium nach den Osterferien vollständig in den Präsenzunterricht zurückkehren. Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Philologenverband kritisierten den Plan von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Grundsätzliche Zustimmung gab es hingegen von der Arbeitskammer und der Landeselterninitiative.

Enttäuschung wegen Impfpriorisierung

Im Vorfeld der Rückkehr in den Wechselbetrieb hatten der Philologenverband und die GEW gefordert, dass Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, die wieder in den Präsenzunterricht wechseln, beim Impfen vorgezogen werden sollten. Das lehnte das saarländische Gesundheitsministeriums aber ab. Im SR-Interview bat die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) vergangene Woche die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen um zwei bis drei Wochen Geduld. Die Menge an gelieferten Impfdosen sei derzeit einfach noch zu gering.

Derzeit gibt es Impf-Priorisierungen nur für Lehrkräfte an Grundschulen sowie Förderschulen und das Personal in Kindertagesstätten. Der SLLV äußerte sich verärgert über die Ungleichbehandlung von Lehrkräften. Die SLLV-Landesvorsitzende Lisa Brausch teilte mit, dies gleiche einem "Schlag ins Gesicht". Das Land müsse seine Bediensteten schützen und seiner Fürsorgepflicht nachkommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 15.03.2021 berichtet.

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