Schiffe fahren bei Niedrigwasser über den Rhein (Foto: dpa/Rolf Vennenbernd)

Rhein lässt Heizölpreise steigen

Jürgen Rinner / Onlinefassung: Kasia Hummel   19.10.2018 | 19:40 Uhr

Der Wasserstand des Rheins sorgt zurzeit für hohe Heizölpreise im Saarland. Der Grund: Die saarländischen Händler decken sich meist in Ludwigshafen oder Karlsruhe mit dem Brennstoff ein. Und da der Rhein zurzeit historisch niedrige Wasserstände hat, ist die Schifffahrt erheblich eingeschränkt.

Der Rhein ist die Lebensader des Südwestens für Massengüter, die mit dem Schiff transportiert werden. Und dazu zählt auch Heizöl. Laut dem Verband für Energiehandel Südwest (VEH) gibt es momentan einen Preisunterschied zwischen Nord und Süd. Das Heizöl sei derzeit im Süden schätzungsweise sechs bis acht Cent teurer, weil das Problem mit der Versorgung im Norden momentan nicht bestehe, so Hans-Jürgen Funke.

Verschärft wird die Situation derzeit dadurch, dass eine Großraffinerie im bayerischen Ingolstadt durch einen Brand beschädigt wurde. Das führt dazu, dass sich auch die Händler aus dieser Region über den Rhein versorgen.

Video [aktueller bericht, 19.10.2018, Länge: 3:31 Min.]
Heizöl-Knappheit in der Region

Die Tanklager versuchen, auf die Bahn auszuweichen, aber auch die stößt mittlerweile an Kapazitätsgrenzen. Zwar gebe es laut VEH noch keine Engpässe. Aber niemand weiß, wie lange die Trockenheit noch anhält. Wer mit Öl heizt, sollte deshalb dringend den Lagerbestand überprüfen. Der Verband für Energiehandel Südwest empfiehlt deshalb, sich mit Teilmengen einzudecken, die bis Februar/März reichen. Dann zeige sich, ob sich der Preis auf einem anderen Niveau bewegen werde, so Funke.

Auch Spritpreise sind hoch im Saarland

Aber auch die Spritpreise im Saarland sind hoch – noch unabhängig von Situation am Rhein. Der ADAC hat das anhand von Daten der Markttransparenzstelle festgestellt. Demnach lag das Saarland bei der letzten Auswertung bei Benzin- und Dieselpreisen an der Spitze.

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