Wasser läuft aus Wasserhahn (Foto: SR)

Wasserversorger kalkulieren Preise zu niedrig

Volker Roth / Onlinefassung: Kristin Luckhardt   28.01.2019 | 15:00 Uhr

Die meisten saarländischen Wasserversorger kalkulieren ihre Preise zu niedrig. Das hat eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft ergeben. Demnach muss in den nächsten Jahren mit deutlichen Kostensteigerungen beim Trinkwasser gerechnet werden.

Zwischen 330 und 525 Euro bezahlt ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt im Saarland jährlich für Trinkwasser. Doch das ist viel zu wenig, meint Professor Rudolf Friedrich von der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Er hat die Wasserpreise aller Kommunen untersucht und festgestellt, dass die meisten nicht kostendeckend kalkulieren.

Rücklagen für Investitionen fehlen

Video [aktueller bericht, 28.01.2019, Länge: 3:34 Min.]
Experte: Preise werden künstlich niedrig gehalten

So fehlten meist Rücklagen für Investitionen und Reparaturen. Friedrich fordert mehr Transparenz. Die Wasserversorger, meist bei den Gemeinden angesiedelt, müssten Einnahmen und Ausgaben sowie die Investitionsbedarf offenlegen.

In den kommenden Jahren rechnet er mit einem starken Preisanstieg, wenn das Trinkwassernetz in gewohnter Qualität erhalten bleiben soll. Außerdem sei zu prüfen, ob wirklich 40 Wasserversorger im kleinen Saarland nötig seien. Der SR hatte vorige Woche erstmals die Kosten für Wasser und Abwasser in allen saarländischen Kommunen veröffentlicht.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 28.01.2019 berichtet.

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