Erklärungen über den Wasserkreislauf im Gebiet Vittel/Contrexville (Foto: Lisa Huth/SR)

Streit um Wasserpipeline in Vittel

Lisa Huth / Onlinefassung: Jessica Becker   07.06.2018 | 19:38 Uhr

Im ostfranzösischen Vittel gibt es Ärger um eine vom Lebensmittelriesen Nestlé geplante Wasserpipeline. Sie soll das Wasser aus dem Südosten oder dem Nordosten nach Vittel weiterleiten.

"Kommunen sollten niemals ihre Quellen aus der Hand geben"
Audio [SR 2, Sally-Charell Delin, 07.06.2018, Länge: 05:26 Min.]
"Kommunen sollten niemals ihre Quellen aus der Hand geben"

Durch die Mineralwasserförderung des Konzerns Nestlé ist der Grundwasserspiegel in der Vogesen-Region stark gesunken. Um die Versorgung der Bewohner von Vittel sicherzustellen, soll nun eine Pipeline gebaut werden, weil der Grundwasserspiegel in der tiefsten Schicht Jahr für Jahr weiter sinkt.

Damit Nestlé weiter rund 800.000 Kubikmeter im Jahr fördern kann, sollen die Anwohner ihr Wasser aus einem anderen Teil derselben Schicht kilometerweit weg bekommen. Dieser ist jedoch abgetrennt, hat aber anders als die betroffene Schicht einen starken Zufluss. Dagegen hat sich Widerstand formiert. Die zuständige Umweltkommission will Anfang Juli über das Projekt entscheiden.

Nestlé gräbt Vittel das Wasser ab
Audio [SR 2, Jochen Marmit / Lisa Huth, 08.06.2018, Länge: 03:30 Min.]
Nestlé gräbt Vittel das Wasser ab

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 07.06.2018 berichtet.

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