Grundrente (Foto: picture alliance | Christian Ohde)

Warnung vor Trickbetrug mit der Grundrente

  21.02.2021 | 09:09 Uhr

Im Januar ist die Grundrente für Rentnerinnen und Rentner in Deutschland und im Saarland eingeführt worden. Die ersten Zuschläge werden aber frühestens im Juli ausgezahlt. Diese Lücke nutzen Trickbetrüger aus und versenden momentan gefälschte "Fragebögen zur Grundrente".

Seit Jahresbeginn haben Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zufolge rund 40.000 Rentnerinnen und Rentner im Saarland Anspruch auf die Grundrente. Ein Antrag ist nicht nötig - die DRV prüft selbst, wer Anspruch auf den Zuschlag hat. Dieser wird dann automatisch ausgezahlt - und zwar frühestens Mitte des Jahres.

Keine persönlichen Daten angeben

Wer also einen Fragebogen zur Überprüfung des Grundrentenanspruchs erhält, sollte stutzig werden. Über diese gefälschten Bögen versuchen Trickbetrügerinnen und Trickbetrüger, an persönliche Daten wie zum Beispiel die Kontonummer des Adressierten zu kommen. Die DRV warnt: "Bitte reagieren Sie nicht auf diese Fragebögen und geben Sie keine persönlichen Informationen preis."

Stattdessen sollen sich Empfängerinnen und Empfänger solcher Briefe telefonisch bei der DRV melden und sich nach der Echtheit erkundigen. Hierfür bietet die Versicherung ein kostenloses Servicetelefon unter der Nummer 0800 1000 480 0 an.

Maximal 420 Euro möglich

Anspruch auf die Grundrente hat grundsätzlich, wer mindestens 33 Jahre beschäftigt war und zwischen 30 und 80 Prozent des Durchschnittseinkommens verdient hat. Der Grundrentenzuschlag kann maximal 420 Euro im Monat einbringen.

Das gilt beispielsweise, wenn ein Rentner oder eine Rentnerin 33 Jahre lang für 40 Prozent des Durchschnittseinkommens gearbeitet hat. Dann werden aus 550 Euro Rente künftig 970 Euro. Im Durchschnitt wird der Grundrentenzuschlag mit 80 Euro aber deutlich niedriger ausfallen.  

Darüber berichteten auch die Hörfunknachrichten am 21.02.2021.

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