Streikende halten in Saarbrücken ein dbb-Plakat mit ihrer Tarifforderung hoch (Foto: SR Fernsehen)

100 Beteiligte am Warnstreik des Öffentlichen Dienstes

mit Informationen von Martin Brinkmann   28.10.2021 | 14:42 Uhr

Im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes der Länder sind am Donnerstag in vielen Städten Gewerkschaften auf die Straße gegangen. In Saarbrücken beteiligten sich etwa 100 Beschäftigte an einer Aktion vor dem Finanzministerium.

Mit einem symbolischen "Prozentlauf" vor dem Finanzministerium in Saarbrücken haben die Gewerkschaften im aktuellen Tarifstreit mit den Ländern auf ihre zentrale Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn hingewiesen.

Mindestens sollen es pro Monat 150 Euro für die Arbeitnehmer mehr sein, im Gesundheitswesen sogar 300 Euro.

Der saarländische dbb-Landesvorsitzende Ewald Linn kritisierte im SR-Interview die Arbeitgeber: „Sie haben leider eine Gegenforderung aufgestellt. Sie wollen den Beschäftigten an die Eingruppierung. Das würde bedeuten, viele der Beschäftigten hätten dann weniger als heute.“

Der deutsche Beamtenbund (dbb) fordert zudem, dass der Tarifabschluss für die Angestellten im Nachgang auch für die rund 30.000 Landes- und Kommunalbeamten sowie die Versorgungsempfänger im Saarland übernommen wird.

Finanzminister Peter Strobel (CDU) bestätigte im Rahmen der Demonstration ein schon früher gegebenes Versprechen, dies auch zu tun.

Immer wieder Streiks

Die zweite Tarifrunde für die Beschäftigten der Länder findet Anfang November statt. Wegen der bisher erfolglosen Verhandlungen hat es in den vergangenen Wochen immer wieder Streiks des öffentlichen Dienstes gegeben, zuletzt am Dienstag dieser Woche.

Bis zu 30.000 Beschäftigte und Beamte sind im Saarland von der Tarifrunde betroffen.  

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 28.10.2021 berichtet.

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